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HongkongViele Medien, wenig Vielfalt

Blick vom Victoria-Berg auf die südchinesische Sonderverwaltungszone Hongkong mit ihren Wolkenkratzern im Mündungsgebiet des Perlflusses. (dpa-Zentralbild / Peter Jähnel)
In Hongkong hat sich die "Hong Kong Free Press" als Medium der Vielfalt etabliert. (dpa-Zentralbild / Peter Jähnel)

In Hongkong gibt es viele Medien, aber keine große Vielfalt.

Das hat der Gründer und Chefredakteur der Zeitung "Hong Kong Free Press" dargelegt. Tom Grundy sagte, sein Medium stehe für Vielfalt und wolle Geschichten aus der chinesischen Sonderverwaltungszone in die ganze Welt hinaus tragen. Es sei Quatsch, wenn einige Leute behaupteten, die Redaktion habe eine pro-demokratische oder anti-chinesische Agenda. Es sei gerade nicht die Aufgabe, Regierungsvertretern ein Mikro hinzuhalten und Hofberichterstattung zu machen.

In Hongkong hat sich die Medienlandschaft zuletzt verändert - vor allem, seit Ende 2015 der Gründer des chinesischen Internetkonzerns Alibaba die "South China Morning Post" kaufte. Bei ihr zeigt sich seither eine gewisse Nähe zur Zentralregierung in Peking. Eine Verschiebung, die Tom Grundy auch bei anderen Medien in der Stadt sieht, nicht zuletzt weil sie pekingtreuen Tycoons gehörten oder indirekt der Kommunistischen Partei Chinas gehörten.

Bei der "Hong Kong Free Press" arbeiten sechs hauptberufliche Journalisten. Immerhin verdienen sie umgerechnet bis zu 2.700 Euro monatlich - nicht sehr viel für Hong Kong, aber bemerkenswert, weil fast alle Einnahmen über Crowdfunding und Spenden kommen.

Lesen Sie den ganzen Bericht von Steffen Wurzel aus der Sendung @mediasres im DLF hier nach.