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Hüter des Feuers

Parsen in Bombay

Von Christoph Burgmer und Michael Briefs

Monsun-Regensturm in der indischen Stadt Bombay (AP Archiv)
Monsun-Regensturm in der indischen Stadt Bombay (AP Archiv)

"Uns sind Abstinenz, Zölibat und Selbstkasteiung fremd. Fasten ist eine Sünde." - Freddy Turel lebt mit seiner Familie im Bombayer Stadtteil Dardar. Ende der 60er-Jahre erwarb sein Vater das Monopol für die Zahnbürstenherstellung in Indien.

Doch seit der Öffnung Indiens für den Weltmarkt kaufen die Inder Zahnbürsten made in China. Seither hat Freddy Turel mehr Zeit, sich um die Traditionen seiner Religion zu kümmern.

Die Anhänger der Lehre Zarathustras gelten als geschäftstüchtige Minderheit, seit sie im 17. Jahrhundert, verfolgt von den Shiiten im Iran, politisches Asyl in Bombay erhielten. Bis in die Gegenwart gelten die verbrieften Landrechte. Doch die rasanten Veränderungen der westindischen Hafenmetropole in den Jahren der Globalisierung haben auch den Alltag der etwa 35.000 Parsen nicht unberührt gelassen.


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