Das Feature / Archiv /

 

Hüter des Feuers

Parsen in Bombay

Von Christoph Burgmer und Michael Briefs

Monsun-Regensturm in der indischen Stadt Bombay
Monsun-Regensturm in der indischen Stadt Bombay (AP Archiv)

"Uns sind Abstinenz, Zölibat und Selbstkasteiung fremd. Fasten ist eine Sünde." - Freddy Turel lebt mit seiner Familie im Bombayer Stadtteil Dardar. Ende der 60er-Jahre erwarb sein Vater das Monopol für die Zahnbürstenherstellung in Indien.

Doch seit der Öffnung Indiens für den Weltmarkt kaufen die Inder Zahnbürsten made in China. Seither hat Freddy Turel mehr Zeit, sich um die Traditionen seiner Religion zu kümmern.

Die Anhänger der Lehre Zarathustras gelten als geschäftstüchtige Minderheit, seit sie im 17. Jahrhundert, verfolgt von den Shiiten im Iran, politisches Asyl in Bombay erhielten. Bis in die Gegenwart gelten die verbrieften Landrechte. Doch die rasanten Veränderungen der westindischen Hafenmetropole in den Jahren der Globalisierung haben auch den Alltag der etwa 35.000 Parsen nicht unberührt gelassen.


Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Porträt Die Frau in Weiß

Die Künstlerin Mary Bauermeister betrachtet am Donnerstag (19.04.2012) in Bonn eines ihrer Kristall-Objekte.

In ihrer Kindheit konnte Mary Bauermeister Farben riechen, Musik sehen, Bilder hören. Als junge Frau initiierte sie um 1960 in Köln eine künstlerische Bewegung, die man später Fluxus nannte.

ErdgasvorkommenGasrausch im ewigen Eis

Die Autorinnen Suzanne Bontemps (l.) und Sophie Panzer in Winterkleidung. 

In die wegen des harten Klimas gefürchteten Gebiete jenseits des Polarkreises, wo früher die Gulaghäftlinge in Bergwerken von Workuta oder Norislk schuften mussten, ziehen heute freiwillig Tausende meist junger Russen.

Zweiter WeltkriegDas Metall des Krieges oder: 100 Briefe aus Pleskau

Stadtpanorama Pleskau

"... abgehärmte Gestalten, die sich kaum auf ihren Beinen halten können. Von denen haben wir schon einen kleinen Friedhof", schrieb Unteroffizier Stemmer seiner Liebsten nach Deutschland. Im November 1941 bewachte er das "Stammlager 372" in der russischen Stadt Pskow, die die Nazis Pleskau nannten.