Freistil / Archiv /

 

Hurra, wir leben noch!

Kleine Geschichte der Weltuntergänge

Von Christoph Spittler

Der Weltuntergang wurde schon oft prophezeit
Der Weltuntergang wurde schon oft prophezeit (Hahn)

Am 21. Dezember 2012 geht dann wohl die Welt unter, sagen Roland Emmerich und der Maya-Kalender. Aber bei allem Respekt: Das will nicht viel heißen. Die Welt hat schon viele Untergangsprophezeiungen überlebt.

Nostradamus´ Zarathustra, das Gilgamesch-Epos, Johannes der Apokalyptiker, Papst Sylvester II., Sandro Botticelli und Bhagwan. Die Liste der Endzeitpropheten ist lang.

Martin Luther wollte die Welt gleich dreimal untergehen lassen, die Zeugen Jehovas versuchten es mit diversen Terminen, und jede Menge verwirrter Sektenführer verkündeten immer wieder das Weltende durch Invasionen Außerirdischer, den Atomkrieg etc.

Der Weltuntergang und seine Prophezeiungen sind ein Running Gag der Kulturgeschichte, und jede Epoche hat ihre Apokalypse der Saison. Alter Trick: Wer mit dem Weltuntergang droht, holt die ganz große Wichtigkeitskeule raus. Aber wer instrumentalisiert eigentlich welchen Weltuntergang wofür?


Regie: Philippe Bruehl
DLF 2012

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Freistil

Themenwoche "Ware Welt"Wer hat das Sagen im öffentlichen Raum?

Überwachungskameras an einer Hauswand des Schleswig-Holsteinischen Landtags in Kiel.

Vor der eigenen Haustüre beginnt der öffentliche Raum. Eigentlich gehört er uns allen, doch er wird beherrscht von Straßenverkehr, Hinweisschildern, Plakaten und Überwachungskameras. Kommerzielle und politische Interessen dominieren ihn zunehmend.

Themenwoche "Ware Welt"Genug ist nie genug - Von der alltäglichen Gier

Auf einem Bauzaun ist in großen Buchstaben "Gier frisst Hirn" geschrieben.

Gierige Banker sind in aller Munde. In regelmäßigen Abständen gesellen sich reiche Steuerhinterzieher hinzu. Aber dann gibt es auch noch die "Normalos", die die Putzfrau schwarz beschäftigen, die Versicherung betrügen oder die Steuererklärung ein bisschen frisieren.

ZuckerDie Achse des Süßen - Eine kleine Kulturgeschichte des Zuckers

Ein Stück Zucker fällt in eine Tasse Kaffee.

Er kann trösten, aber auch terrorisieren: der Zucker. Er ist fast immer da, wenn wir ihn brauchen, aber oft auch, wenn wir ihn gar nicht haben wollen, zum Beispiel wenn er sich in der Wurst oder im Brot versteckt.