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StartseiteSport AktuellErste Maßnahmen in Bremen und Frankfurt02.06.2017

Hygienemängel in Fußballstadien Erste Maßnahmen in Bremen und Frankfurt

Die Untersuchungsergebnisse über zum Teil große Hygieneprobleme in deutschen Fußballstadien haben erste Konsequenzen: Das Bremer Gesundheitsressort hat inzwischen Trinkwasserkontrollen im Bremer Weser-Stadion angekündigt. In Frankfurt will der Stadionbetreiber mit Reparaturarbeiten im Rohrleitungssystem gegen die Ausbreitung von Legionellen vorgehen.

Von Sebastian Krause

Das Weser-Stadion in Bremen  (dpa/picture alliance/ Ingo Wagner)
Das Weser-Stadion in Bremen. Dort waren auf Fischbrötchen Keime und potenzielle Krankheitserreger gefunden worden. (dpa/picture alliance/ Ingo Wagner)
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Zusätzlich hat der Caterer des Weser-Stadions angekündigt, nachbessern und die eigenen Kontrollen erhöhen zu wollen. Man nehme die Information, dass in Fischbrötchen Keime und potenzielle Krankheitserreger gefunden sein sollen, sehr ernst und habe auf Basis dessen zusätzliche Maßnahmen eingeleitet.

Wie es in einer Stellungnahme heißt, will das Catering-Unternehmen seine Mitarbeiter erneut zur Händedesinfektion und der konsequenten Einhaltung der Kühlkette unterweisen. Außerdem habe man ein unabhängiges und akkreditiertes Hygieneinstitut beauftragt, die Anzahl der routinemäßigen Lebensmittelproben zu erhöhen. In den vergangenen Jahrzehnten habe es aber keinen einzigen lebensmittelbedingten Vorfall gegeben, betont das Catering-Unternehmen.

Neue Filter in Frankfurter Duschen

In Frankfurt, wo in der Fußball-Arena nach Informationen der ARD-Radio-Recherche Sport Legionellen im Trinkwasser gefunden wurden, hat sich der Stadionbetreiber inzwischen geäußert, und bestätigt, dass die gefährlichen Bakterien tatsächlich direkt in den Duschen der Profi-Spieler festgestellt worden sind. Und zwar im Frühjahr dieses Jahres. Es seien dann Filter eingesetzt worden, sodass die Spieler nicht gefährdet wurden. Die eigentlichen Reparaturarbeiten sollen erst jetzt in der Sommerpause erfolgen.

"Das leugne ich nicht. Bei der regelmäßigen Untersuchung gab es erhöhte Werte. Deswegen haben wir ja die Filteranlage entsprechend eingesetzt. Und jetzt in der Sommerpause können wir die Zeit nutzen, und uns das Rohrleitungssystem, das dahinter liegt, genauer anschauen. Und dann entsprechend Maßnahmen ergreifen, dass wir dann auch wieder auf die Filter verzichten können", so Patrick Meyer, Geschäftsführer der Stadion Frankfurt Management GmbH.

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