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"I ain't gonna study war no more"

Zu Besuch bei den Seniors for Peace

Von Martina Groß

US-Soldaten sichern den Tatort einer Autobombenexplosion im nordirakischen Mossul.
US-Soldaten sichern den Tatort einer Autobombenexplosion im nordirakischen Mossul. (AP)

Seit dem Beginn des Irak-Krieges 2003 sitzen sie jeden Freitagnachmittag an einer verkehrsreichen Straßenecke des kleinen nordkalifornischen Städtchens Mill Valley und demonstrieren. Eine Gruppe grauhaariger Menschen - die Seniors for Peace.

Vor ihnen stehen ihre Rollatoren und Gehhilfen. In ihren Händen halten sie Schilder: "Frieden ist patriotisch", "Bringt die Truppen nach Hause. Sofort!", "Hupt für den Frieden". Gemeinsam singen sie Antikriegslieder. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 87 Jahren.

Sie alle wohnen in The Redwoods, einem Wohnheim für alte Menschen. "Für radikale Alte", fügen einige der Bewohner gern hinzu. So unterschiedlich ihre Ansichten und Lebensgeschichten sind, ob als Christen, Pazifisten oder Anarchisten - eines ist ihnen gemeinsam: Sie alle sind Freigeister, die ihr Leben bis zum Ende aktiv gestalten und selbst bestimmen wollen.


Regie: Iris Drögekamp
SWR/DLF 2012



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