Das Feature / Archiv /

 

"I ain't gonna study war no more"

Zu Besuch bei den Seniors for Peace

Von Martina Groß

US-Soldaten sichern den Tatort einer Autobombenexplosion im nordirakischen Mossul.
US-Soldaten sichern den Tatort einer Autobombenexplosion im nordirakischen Mossul. (AP)

Seit dem Beginn des Irak-Krieges 2003 sitzen sie jeden Freitagnachmittag an einer verkehrsreichen Straßenecke des kleinen nordkalifornischen Städtchens Mill Valley und demonstrieren. Eine Gruppe grauhaariger Menschen - die Seniors for Peace.

Vor ihnen stehen ihre Rollatoren und Gehhilfen. In ihren Händen halten sie Schilder: "Frieden ist patriotisch", "Bringt die Truppen nach Hause. Sofort!", "Hupt für den Frieden". Gemeinsam singen sie Antikriegslieder. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 87 Jahren.

Sie alle wohnen in The Redwoods, einem Wohnheim für alte Menschen. "Für radikale Alte", fügen einige der Bewohner gern hinzu. So unterschiedlich ihre Ansichten und Lebensgeschichten sind, ob als Christen, Pazifisten oder Anarchisten - eines ist ihnen gemeinsam: Sie alle sind Freigeister, die ihr Leben bis zum Ende aktiv gestalten und selbst bestimmen wollen.


Regie: Iris Drögekamp
SWR/DLF 2012



Mehr bei deutschlandradio.de

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Rien ne va plusWarum sich der Boulevardreporter Günter Stampf das Leben nahm

Eine Frau steht im Blitzlichtgewitter vor einer Gruppe Reporter und Fotografen.

Günter Stampf galt in der Medienbranche als Naturtalent. Charismatisch, hoch intelligent, gut aussehend. Mit 23 war der Österreicher Ressortleiter der Zeitschrift "Bunte", mit 24 Chefreporter bei "Bild", zwei Jahre später kehrte er als stellvertretender Chefredakteur zur "Bunte" zurück – für 450.000 Mark Jahresgehalt.

PorträtKongos deutsche Hoffnung

Martin Kobler, Leiter der UNO-Friedensmission im Ostkongo.

Die neue Mission des ehemaligen deutschen Botschafters im Irak und in Afghanistan, Martin Kobler, scheint fast aussichtslos. Wie soll er eine UNO-Friedensmission mit 20.000 Soldaten aus 50 Ländern steuern in einem Land, das sieben Mal so groß wie Deutschland ist?

KunstszeneMein Vater, der Maler

Judith Grümmer steht mit dem Vater Hans Grümmer und der Mutter in einer Küche. Die Mutter hält einen Vogelkäfig auf dem Schoß und Judith Grümmer hält den Hund an den Pfoten.

Mit 16 wird Jürgen Hans Grümmer (1935 – 2008) jüngster Meisterschüler an den Kölner Werkschulen, mit 20 gilt er als Geheimtipp der Kunstszene. Mit 22 hat er Frau und Tochter. Das Kind atmet Ölfarbe und Basaltstaub, spielt in Baubuden, Werkstätten und Steinbrüchen.