Forschung aktuell / Archiv /

 

Ich | Mensch | Genom

Sendereihe zum 10. Jahrestag der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts

Von Michael Lange

Das persönliche Genom für jeden ist auch zehn Jahre nach der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts ein Fernziel.
Das persönliche Genom für jeden ist auch zehn Jahre nach der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts ein Fernziel. (AP)

Als am 26. Juni 2000 die Entzifferung des menschlichen Genoms bekanntgegeben wurde, war dies mehr als eine wissenschaftliche Entdeckung: Einen Meilenstein in der Geschichte der Menschheit verkündeten die Verantwortlichen, vergleichbar der Mondlandung oder der kopernikanischen Erkenntnis, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist.

Fortan durfte der Mensch sich doch wieder einer Sonderstellung rühmen: Als einziges Wesen, das in der Lage ist, seinen Bauplan zu studieren. Die Natur des Menschen schien nicht mehr gottgegeben und unveränderlich. Das in Jahrmillionen entstandene Erbgut und damit das Schicksal der eigenen Spezies lag nun in den Händen der Menschheit. Was lag da näher, als von der Lösung der großen Menschheitsgeißeln zu träumen? Natürlich gab es auch Skeptiker, doch ihre Sicht der Dinge wollte damals niemand hören.

Forschung aktuell stellt vom 21. bis zum 25. Juni, jeweils ab 16:35 Uhr, in der Sendung fünf Menschen vor, die diese Zeitenwende mitgestaltet haben und wagt mit ihnen einen Blick in die Zukunft des Genoms.

21.06.: Craig Venter. Der Mann, der dem Genom Beine machte
22.06.: Frank Schirrmacher. Der Mann, der den Code salonfähig machte
23.06.: Hans Lehrach. Der Mann, der für die Freiheit des Genoms kämpft
24.06.: Peter Spork. Der Mann, der sich nicht viel vom Code verspricht
25.06.: George Church. Der Mann, der das persönliche Genom für jeden will

Hinweis: Mehr Informationen zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms finden sie in der Sendung "Wissenschaft im Brennpunkt" vom 20.06.10. Titel: Genom als Fremdsprache.
Lesen Sie auch zum künstlichen Genom: Leben aus dem Labor

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Forschung Aktuell

Fotovoltaik 2.0Arbeit an Solarzellen mit über 30 Prozent Wirkungsgrad

Dutzende Sonnenkollektoren stehen am in einem Solarpark des Photovoltaik-Spezialisten IBC Solar an der Autobahn 70 bei Buckendorf (Bayern).

Damit Solarstrom günstiger wird, werden Solarmodule mit höherem Wirkungsgrad benötigt. Eine Steigerung um einen Prozentpunkt macht die erzeugte Energie um fast ein Fünftel billiger. Wissenschaftler arbeiten daher weltweit an effizienteren Solarzellen. Das konkrete Ziel lautet, die 30-Prozent-Marke zu knacken.

NeurowissenschaftenDas Für und Wider von Tierversuchen mit Primaten

Zwei Rhesusaffen (Macaca mulatta) mit ihren Jungen sitzen auf einer Mauer, wobei sich das eine Tier der Fellpflege des anderen widmet, aufgenommen am 24.09.2007 in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Im Hinduismus, der Hauptreligion in Nepal, wird der Rhesusaffe als heiliges Tier verehrt.

Tierversuche an Menschenaffen sind in Deutschland verboten. Aber andere Primaten wie zum Beispiel Rhesusaffen werden für Experimente eingesetzt, etwa in den Neurowissenschaften. Solche Experimente wurden auch am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen durchgeführt, bis unlängst heftige Kritik aufkam.

Zoff ums HirnMediator soll Konflikte um Human Brain Project schlichten

Noch nicht einmal ein Jahr nach dem Start muss sich das Human Brain Project schon grundlegend in Frage stellen lassen, es geht um viel Geld. Namhafte Neurowissenschaftler forderten spürbare Änderungen. Die Kommission, die das Projekt mit 650 Millionen Euro auf zehn Jahre verteilt finanziert, hat einen Mediator eingeschaltet.