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Ich vermisse die Sonne und das Meer

Familie Isik auf der Suche nach ihrem Leben in Deutschland

Von Thomas Hartwig

Sonne und Meer, das vermissen die Isiks in Deutschland (Stock.XCHNG / Alexander Loyko)
Sonne und Meer, das vermissen die Isiks in Deutschland (Stock.XCHNG / Alexander Loyko)

"Wenn du in der Türkei nicht in die Moschee gehst, wirst du ausgegrenzt", sagt Dr. Kemal Isik, Veterinärmediziner. 1995 kam er mit seiner Ehefrau Susam aus der Türkei nach Deutschland. Hier erhofften sich beide mehr Gleichberechtigung, Freiheit und Chancengleichheit.

Susam promovierte in Berlin zum Doktor der landwirtschaftlichen Fakultät, fand aber bisher keine geeignete Anstellung. Sie macht die Pressearbeit für einen Europaparlamentarier. Kemal konnte nicht als Tierarzt arbeiten, weil seine türkischen Diplome nicht anerkannt wurden.

Er musste eine Stelle als Hygienebeauftragter annehmen. Susam ist oft unterwegs, dann hütet ihr Mann die beiden kleinen Kinder, Tochter Arsu und Sohn Arda. Susam ist eine emanzipierte Frau und ein Energiebündel, Kemal dagegen eher bedächtig.

Beide haben seit Langem den deutschen Pass und haben doch das Gefühl, hier nicht ganz angekommen zu sein. Der Autor hat die Familie in ihrem Alltag begleitet.

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