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Oder Wenn aus Konsumenten Prosumenten werden

Von Barbara Eisenmann

Passanten laufen durch die Innenstadt von Essen (AP)
Passanten laufen durch die Innenstadt von Essen (AP)

Das Überleben in den Märkten der Zukunft hänge maßgeblich vom Kunden ab, heißt es in Unternehmenskreisen. Dabei ist nicht seine Kaufkraft allein gemeint, vielmehr sein Wissen, seine Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten.

Schwarmintelligenz steht hoch im Kurs. Betriebswirte sehen im Kunden bereits einen kostenfreien Koproduzenten, und schwärmen von "interaktiven Wertschöpfungsprozessen". Arbeitssoziologen sehen vor allem den unbezahlten Mitarbeiter und neue Formen der Ausbeutung.

Marxistisch geschulten Gesellschaftskritikern schwebt bei all dem die "freie Assoziation der Produzenten" vor. Sie haben Kooperationen im Blick, die in einer digitalen Welt unter Umständen auch ohne Kapitalismus verwirklicht werden können.

Und wir Kunden hängen derweil, unfreiwillig profitmaximierend, in Warteschleifen fest, wenn wir nicht gerade im Netz Arbeitsplätze in Reisebüros vernichten oder an der Verschlankung der Finanzämter arbeiten.


Regie: Uli Lampen
NDR/DLF 2012

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