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StartseiteJazz im DLFImaginarium des zarten Klangs24.10.2013

Imaginarium des zarten Klangs

JazzFacts: 21.05 Uhr: Ein Porträt der Harfenistin Kathrin Pechlof

Die Harfe und der Jazz - das scheint ungefähr so gut zusammenzupassen wie der Jazz und die Balalaika oder das Clavichord. So muss man Harfenisten in der 100-jährigen Geschichte dieser Musik denn auch mit der Lupe suchen. Seit Kurzem aber haben Jazzmusiker(innen) begonnen, auch das Potenzial dieses Instruments zu entdecken.

Von Michael Kuhlmann

Eine Harfenistin zupft leise die Saiten ihres Instruments. (Stock.XCHNG / Joanna Margueritte)
Eine Harfenistin zupft leise die Saiten ihres Instruments. (Stock.XCHNG / Joanna Margueritte)

Zum Beispiel Kathrin Pechlof: Sie hat sowohl klassische Harfe als auch Jazzkomposition studiert und fühlt sich heute in beiden Welten zu Hause. In ihrem Sextett mit fünf hochkarätigen Jazzmusikern der jungen deutschen Szene schafft sie ein Miteinander der leisen Harfe mit von Haus aus "lauten" Instrumenten wie Blechbläsern und Saxofon.

In einem Trio mit Saxofon und Bass, mit dem sie gerade das Album "Imaginarium" veröffentlicht hat, dampft sie ihre Ideen gleichsam ein und lässt Spannungsfeldern zwischen zarter Melodiösität und harmonischen Abstraktionen viel Raum. Ihre Kompositionen bringen Anmutungen aus der klassischen und Neuen Musik mit der Spontanität des Jazz zusammen. Sie zeigen, wie viel Energie und Drive selbst in Klängen am Rande zur Stille mitschwingen können.

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