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StartseiteHintergrundIn Deutschland geächtet, in Holland geachtet20.12.2006

In Deutschland geächtet, in Holland geachtet

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs

In der belgischen Kleinstadt Hasselt treffen sich die Anhänger der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs zum alljährlich Tag der "Brüderlichkeit und Solidarität". Es ist Frühjahr 2006. Oguz Ücüncü, der Generalsekretär, steht am Podium und redet - eine halbe Stunde lang. Er dankt den Gläubigen für ihre Unterstützung und zählt Projekte auf, die sein Verband im zurückliegenden Jahr finanziert hat. Die Mehrzweckhalle von Hasselt ist gut gefüllt, etwa 20.000 Menschen sind heute aus ganz Europa gekommen, die meisten aus Deutschland. Die Stimmung ist gelöst. Wer keine Lust hat auf die Reden der Milli-Görüs-Funktionäre, setzt sich ins Restaurant abseits der Haupthalle und isst Kebab oder trinkt Tee mit Freunden. Viele Frauen sind gekommen, die meisten mit Kopftuch, einige auch ohne.

Von Albrecht Metzger

Milli Görüs bleibt eine umstrittene islamische Gruppierung. (AP)
Milli Görüs bleibt eine umstrittene islamische Gruppierung. (AP)

In der Bücherhalle neben dem Restaurant wird islamische Erbauungsliteratur verkauft. Drei junge Frauen aus Deutschland verteilen gelbe Luftballons mit Milli Görüs-Logo. Eine von ihnen ist Fatima:

" Also ich bin hier nicht zum ersten Mal da, sondern mehrere Male, und man sieht dann auch, es sind denn so tolle Gefühle da, wenn man an so einer Veranstaltung teilnimmt, wo keine Rassismus herrscht, wo keine Kriege, und dass wir für Frieden da sind, wollen wir überzeugend darstellen."

Ihre Freundin Miryam Sükele kommt aus Tuttlingen und ist Diplom-Sozialarbeiterin. Sie hat in Freiburg Sozialpädagogik studiert - an der Katholischen Fachhochschule. Miryam ist allem Anschein nach in der deutschen Gesellschaft angekommen. Mit Ausnahme ihres Kopftuches. Das ist in Baden-Württemberg seit 2005 für Lehrerinnen an staatlichen Schulen verboten. Seitdem fühlt sich die junge Frau fremd in Deutschland:

" Früher nicht, aber seit dem Kopftuchverbot schon, weil es mich unterdrückt und mir nicht erlaubt, die Berufe auszuüben, die ich gerne würde. Von daher bin ich jetzt Ausländerin geworden, durch das Gesetz, nicht durch die Menschen, ich bin durch das Gesetz als Ausländerin abgestempelt worden. Ich bin hier geboren, hier aufgewachsen, ich bin deutsche Staatsbürgerin, warum soll ich in die Türkei auswandern?"

Abdurahim Kutlucan könnte bald tatsächlich zum Ausländer werden. Der junge Milli-Görüs-Funktionär aus Limburg hat vor zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Jetzt will die hessische Regierung sie ihm wieder abnehmen. Er sei Mitglied einer extremistischen Organisation, so die Begründung. Ein bislang einmaliger Vorfall. Dabei wirkt auch Kutlucan gut integriert, zumindest auf den ersten Blick.

" Integration ist für mich, dass ich mich für diese Gesellschaft einsetze, ohne meine Identität aufzugeben. Wenn es ein Müllproblem gibt, ist das auch ein Problem für mich. Integration heißt für mich, die negativen und die positiven Seiten der Gesellschaft zu erleben und an den negativen zu arbeiten. Assimilation ist für mich: Gib deine Identität auf und sei so, wie wir es wollen. Für mich ist nicht Integration, wenn ich meinen Glauben aufgebe und Alkohol zu trinken und mich dann nicht für die Kriminalität interessiere."

Junge Leute wie Kutlucan und Sükele repräsentieren das neue Gesicht von Milli Görüs: Sie sprechen genauso gut Deutsch wie Türkisch, sie sind sozial engagiert, in Studium und Beruf erfolgreich, sie sind offen und freundlich, nur auf ihre konservativen islamischen Werte wollen sie nicht verzichten. Dennoch bleibt das Misstrauen gegenüber der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland groß. Der Verfassungsschutz wirft Milli Görüs ein Islamverständnis vor, das mit der Demokratie nicht vereinbar sei.

Das ideologische Markenzeichen, zu dem sich die Gruppierung bis vor wenigen Jahren offiziell bekannte, ist die "Gerechte Ordnung" - auf türkisch Adil Düzen. Ein Konzept von Necmettin Erbakan, der Milli Görüs in den 70er Jahren gegründet hat. Die "Gerechte Ordnung" ist die Vision eines islamischen Staates, der für seine Bürger sorgt und in dem die verschiedenen religiösen Gemeinschaften weitgehend sich selbst organisieren. Wahlen sind in diesem Projekt nicht vorgesehen. Doch das ist nicht alles, so der Kölner Fernsehjournalist Ahmet Senyurt:

" Adil Düzen macht ganz klar auch Feindbilder auf, die antisemitische Stereotypen haben. Der Jude, der in der Wallstreet sitzt, der hinter dem Zionismus sitzt und gegen den Muslim kämpft, das ist Teil von Adil Düzen."

Wie sehr die "Gerechte Ordnung" das Weltbild der Anhänger von Milli Görüs und damit auch junger Leute wie Miryam Sükele oder Abdurahim Kutlucan, heute noch bestimmt, ist umstritten. Einige Experten glauben, dieses Konzept spiele für die junge Generation keine Rolle mehr. Andere, wie die Bundestagsabgeordnete der SPD, Lale Akgün, sind da skeptischer:

" Ich sehe immer den Unterschied zwischen Schein und Sein und zwischen dem, was man sagt, und wie man handelt. Ich habe das Gefühl, dass diejenigen, die für Milli Görüs sprechen, so etwas abspulen, da kommen so richtig political korrekte Sätze raus, und wenn man denn die Sachen liest, die sie veröffentlich haben, dann steht etwas ganz anderes drin als was sie so offiziell von sich geben, und ich glaube in der Vergangenheit haben sie sich durch antisemitische Tendenzen hervorgetan, das können wir nun gar nicht akzeptieren."

Vermutlich lebt die Mehrzahl der Muslime in Deutschland ihren Glauben nicht viel anders als die meisten Christen: Sie feiern die Feste, wie sie fallen und lassen ansonsten Gott Gott sein. Problematisch wird es, wenn konservative Muslime mit einem eigenen Lebensentwurf auf den Plan treten und Forderungen stellen - nach islamischem Religionsunterricht etwa, den Bau von Moscheen oder die Erlaubnis für das Schächten von Schlachttieren. Dann stellt sich die Frage: Wer soll, wer darf im Namen religionstreuer Muslime sprechen? Milli Görüs nimmt dieses Recht für sich in Anspruch. Die Islamische Gemeinschaft ist eine der größten islamischen Organisationen in Deutschland und kontrolliert Hunderte Moscheen. Sie bietet sich dem Staat als Partner an und sucht zudem bewusst den Kontakt zu Parteien, Gewerkschaften und Kirchen. Darauf sollte man auch eingehen, meint Werner Schiffauer, Professor für Europäische Ethnologie an der Universität Frankfurt/Oder:

" Milli Görüs polarisiert, weil es natürlich ein ehemals rein islamistischer Verband ist und weil er in vielem natürlich ein Gesellschaftsmodell vertritt, das vielen zuwider ist in dieser Gesellschaft. Es ist auch nicht mein Lebensstilmodell, aber ich glaube, dass wir in einer globalisierenden Gesellschaft uns, auch was Lebensstile betrifft, öffnen müssen und eine größere Differenz zulassen müssen, wenn wir nicht ins Chaos stürzen wollen. "

Die Deutschland- und Europazentrale des Verbandes befindet sich in Kerpen, etwa eine halbe Autostunde von Köln entfernt. Ein Zweckbau in einem verschlafenen Gewerbegebiet, fernab vom städtischen Trubel. Vorsitzender von Milli Görüs in Deutschland ist Yavuz Cellik Karahan. Karahan gibt selten Interviews. Er spricht so gut wie kein Deutsch, obwohl er schon 1983 nach Deutschland gekommen ist, damals als politischer Flüchtling des türkischen Militärregimes. Er habe nie die Zeit gefunden, einen Sprachkurs zu belegen, entschuldigt er sich. Und er wehrt sich gegen den Vorwurf, sein Verband verfolge eine politische Agenda, die der Verfassung der Bundesrepublik widerspreche:

" Wir verstehen uns als religiöse Gemeinschaft, wir sind weder eine politische Partei noch eine politische Organisation, sondern eine religiöse Organisation. Dennoch muss man sagen, dass unsere Mitglieder nicht apolitisch sind. Wir verstehen den Islam nicht nur als eine Religion, in der es darum geht, fünfmal am Tag zu beten, sondern auch darum, den Menschen ein gewisses Bewusstsein zu geben gegen Unterdrückung, gegen Ungerechtigkeiten. Aber unsere Aktivitäten finden im sozialen und kulturellen Bereich statt, wir sind keinesfalls eine politische Organisation."

Ein Stockwerk unter Karahan sitzt Oguz Ücüncü. Er verkörpert eine andere Generation als der Vorsitzende, der immer noch halb in der Türkei zu leben scheint. Ücüncü ist in Hamm geboren und hängt an seiner Heimatstadt. Die rund 150 Kilometer nach Kerpen fährt er jeden Morgen mit dem Auto. Ücüncü ist das Aushängeschild von Milli Görüs, er ist kritische Fragen gewöhnt:

" Ich sag mal, ein gesundes Maß an Druck ist ja nicht schlecht für eine zugewanderte Gesellschaft um letztlich Transformationsprozesse zu beschleunigen, voranzubringen, also dem habe ich grundsätzlich nichts zu kritisieren. Wo es aufhört ist dann, wenn mein Lebensentwurf grundsätzlich in Frage gestellt wird, meine Religion grundsätzlich in Frage gestellt wird, ob sie Teil Europas sein kann."

Ein Vorwurf gegen Milli Görüs lautet: Zeitungen wie auch Radio- und Fernsehsender, die dem Verband nahe stehen, verbreiteten antisemitische Propaganda. Der Islamwissenschaftler Michael Kiefer, Autor des Buches "Antisemitismus in den islamischen Gesellschaften", beobachtet und analysiert das Problem seit Jahren:

" Ein ganz prominentes Beispiel ist die türkische Ausstrahlung von "Saras blaue Augen". Es handelt sich ursprünglich um eine iranische Serienproduktion, die in der Westbank spielt. Kurz zum Hintergrund: Ein israelischer Armeegeneral benötigt für seinen kranken Sohn, der im Rollstuhl sitzt und nicht mehr richtig sehen kann, neue Augen. Er schickt seine Schergen los, palästinensische Kinder zu suchen, die entsprechende Augen bereitstellen können. Das Kind wird entführt, ihm werden die Augen herausoperiert. Diese Serie wurde ins Türkische synchronisiert und auf TV5, einem bekannten Erkaban-Sender ausgestrahlt, außerdem kann man die Serie im Internet runterladen und da auch erkennen, dass sich diese Serie einer gewissen Zustimmung erfreut."

Ücüncü will erschreckende Beispiele wie dieses nicht gelten lassen. Er könne schließlich nicht alle Medien zensieren, die im Umfeld von Milli Görüs konsumiert werden:

" Das heißt, ich kann nicht mehr versuchen, als meinen Einfluss geltend zu machen, das mache ich auch, und ich bin dann manchmal erfolgreich, aber oftmals nicht. Deshalb ist die Geschichte des Umgangs miteinander immer die Frage, ob man mir als Verband zugesteht, dass wir uns mit der Sache auseinandersetzen, in internen Diskussionen mit unseren Imamen, mit unseren Mitgliedern diese Themen ansprechen und sagen, wo die islamische Grenze ist und wann sie überschritten ist, aber auch in der Auseinandersetzung mit der Milli Gazette und dem Fernsehsender TV5 und sagen, ihr überschreitet islamische Grenzen, und das dürft ihr nicht."

Kritiker von Milli Görüs in Deutschland lassen diesen Einwand jedoch nicht gelten. Sie werfen der Islamischen Gemeinschaft vor, nur zu reden, statt zu handeln. In den Niederlanden ist das anders. Dort ist die Organisation gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Und das, obwohl der Islam auch in Holland spätestes seit dem Mord am Filmemacher Theo van Gogh vor rund zwei Jahren einen schweren Stand hat.

Im Amsterdamer Stadtteil de Baarjes entsteht derzeit auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern die "Westliche Moschee", deren Architektur an die berühmte Ayasofia Moschee in Istanbul erinnert - nur dass sie aus rotem Backstein gebaut wird, dem ortsüblichen Baumaterial. Als Milli Görüs das Grundstück 1994 kaufte, verweigerte der Stadtrat zunächst die Baugenehmigung. Es folgte eine Reihe von Klagen, die der islamische Verband sämtlich verlor. Dann änderte die Milli-Görüs-Führung ihre Strategie: Sie ging an die Öffentlichkeit, präsentierte sich offen und liberal und erklärte ihre Anliegen. Und bald stand dem Bau der Moschee nichts mehr im Wege. Dieser kluge Wandel ist eng mit einem Namen verbunden: Haci Karacer, bis Anfang dieses Jahres Direktor von Milli Görüs Nordholland. Er hatte sich vorgenommen, seinen Verband aus der gesellschaftlichen Isolation herauszuholen.

" Ich habe mich schon immer auf die Gesellschaft zu bewegt, ich bin schon immer sehr offen gewesen, ich hatte immer Kontakt mit Homosexuellen, mit Juden, mit Christen, mit allen Teilen der Gesellschaft."

Doch Karacer beließ es nicht bei Worten. Er versuchte aktiv, Vorurteile innerhalb der eigenen Organisation abzubauen. Mitglieder von Milli Görüs reisten zum Beispiel mit holländischen Juden nach Israel oder diskutierten mit der Islamkritikerin Ayan Hirsi Ali über die Rechte der Frauen. Als der Leiter einer Jugendgruppe im vergangenen Jahr den Holocaust leugnete, wurde er sofort gefeuert.

In der holländischen Öffentlichkeit genießt Haci Karacer - und damit auch Milli Görüs - deshalb einen guten Ruf. Die Frage bleibt aber: Repräsentiert ein Liberaler wie Karacer überhaupt noch seine Gemeinde? Im Januar dieses Jahres ist er von seinem Posten als Direktor von Milli Görüs zurückgetreten. Vermutlich auf Druck der Zentrale in Kerpen. Der Ethnologe Werner Schiffauer aus Frankfurt/Oder meint dazu: Das Beispiel aus Holland zeige, wozu es führe, wenn man von religiösen Gemeinden Aussagen einfordere, denen nicht unbedingt die Mehrheit der Gläubigen zustimme:

" Man kann von der Gesellschaft her sozusagen mit der Fleischwurst wedeln und hoffen, dass dann darauf reagiert wird und Positionen vertreten werden, die die Mehrheitsgesellschaft gerne hört, die große Gefahr einer derartigen Politik, die immer mit Sanktionen droht bzw. mit Belohnungen arbeitet, dass man wieder eine Gruppe von Sprechern findet, die darauf einsteigen, die aber nicht mehr die Muslime vertreten. Ich finde es wunderbar, dass diese Moschee entsteht. Die große Gefahr ist, dass es einen Rückschlag gibt, wenn irgendwann deutlich wird, dass diese Vertreter dann doch nicht im Namen ihrer Gemeinden sprechen."

Deshalb brauche man Leute wie Oguz Ücüncü, die vorsichtig versuchten, die Brücke zwischen den verschiedenen Lagern zu bauen. So könne man Extremisten am besten beikommen. Ahmet Senyurt, Milli Görüs-Kritiker aus Köln, widerspricht dem:

" Nein, das ist die Meinung des werten Professors Schiffauer. Das, was Menschen radikalisiert, ist nicht nur die Chancenlosigkeit, die er da anprangert, sondern gleichzeitig politischer Input, politische Schriften, die Fatwas, Rechtsgutachten, die dafür sorgen, dass jemand ungläubig ist und das er deswegen nicht auf gleicher Augenhöhe steht, das ist das, was Menschen radikalisiert, nicht nur die Lebensumstände, ich habe auch viele negative Erlebnisse in Deutschland, das heißt aber nicht, dass ich mich radikalisiere, sondern dass ich versuche, dagegen anzugehen."

Wie also kann man eine Radikalisierung von Muslimen in Europa am besten verhindern? Das ist letztlich die Frage, die sich alle Beteiligten stellen. Zweifellos ist Milli Görüs eine problematische Organisation. Die antisemitischen Tendenzen lassen sich nicht von der Hand weisen. Außerdem stellt sich die Frage, ob es die junge Führung ernst meint mit ihrer Öffnung nach außen. Gleichzeitig gibt es gute Gründe, die ausgestreckte Hand der Islamischen Gemeinschaft nicht zurückzuweisen. Denn sie repräsentiert einen konservativen Islam, den es in die Gesellschaft zu integrieren gilt.

Eberhard Seidel, früher Leiter des innenpolitischen Ressorts der Berliner taz, gehörte bis vor kurzem zu den schärfsten Kritikern von Milli Görüs. Mittlerweile vertritt er einen weicheren Standpunkt.

" Die Polarisierung in der Debatte Milli Görüs halte ich für ziemlich fatal. Es gibt ja die zwei Positionen, einmal Werner Schiffauer, der versucht, Milli Görüs zu begreifen und sehen will, wie sie einen Beitrag dazu leisten kann, den Islam in Deutschland zu integrieren, der aber eine Menge Leichen im Keller von Milli Görüs verschweigt. Dann gibt es eine andere Position von Enthüllungsjournalisten wie Ahmed Senyurt, die sich darauf konzentriert haben, Milli Görüs nachzuweisen, dass sie doppelgesichtig sei, dass sie nach außen so redet, nach innen aber undemokratisch ist, das führt dazu, dass immer der Verdacht bei Milli Görüs bleibt, nicht in dieser Gesellschaft angekommen zu sein, das halte ich auch für problematisch, weil das eine Organisation auf eine Position festnagelt und ihr nicht die Möglichkeit gibt, sich zu entwickeln. "

Und zumindest Innenminister Wolfgang Schäuble scheint diesem Argument etwas abgewinnen zu können. Er lud Milli Görüs zur Islamkonferenz im September ins Innenministerium ein. Roland Koch, Ministerpräsident von Hessen, setzt hingegen auf Konfrontation. Seine Regierung entzog im vergangenen Jahr drei Mitgliedern von Milli Görüs die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Fälle werden jetzt vor Gericht verhandelt. Die deutsche Politik gegenüber Milli Görüs bleibt also vorerst uneinheitlich - wie die Organisation selbst.

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