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InsektenNabu startet Zählaktion

Ein Schmetterling auf einer Blüte (imago / Winfried Rothermel)
Ein Schmetterling auf einer Blüte: Der Bestand fliegender Insekten in Deutschland ist dramatisch geschrumpft (imago / Winfried Rothermel)

In Deutschland geht die Zahl Insekten drastisch zurück.

Der Naturschutzbund, Nabu, will mit einer Insekten-Zählaktion genauere Infomationen dazu sammeln. Die erste Runde soll am 1. Juni starten, die zweite am 3. August. Wer mitmachen will, sollte sich an einen begrünten Ort setzen - zum Beispiel auf eine Wiese oder in den Garten - und eine Stunde lang aufschreiben, welche Insekten in einem Umkreis von etwa zehn Metern herumkrabbeln und -fliegen. Wer sich nicht so gut mit Insekten auskennt, kann sich laut Nabu auf acht wichtige Arten konzentrieren. Dazu gehören zum Beispiel Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge, Siebenpunkt-Marienkäfer und die Gemeine Florfliege.

Warum es immer weniger Insekten gibt, ist nicht ganz klar. Die Nutzung von Pestiziden in der Landwirtschaft wird oft als möglicher Grund genannt, Forscher sagen aber, dass auch beispielsweise der Klimawandel eine Rolle spielen könnte.

Auch die Bundesregierung hat schon angekündigt, etwas gegen das Insektensterben unternehmen zu wollen. Zum Beispiel plädierte die Bundesumweltministerin Svenja Schulze dafür, Hecken und Blühstreifen an den Rand von Äckern zu pflanzen.

Diese Nachricht wurde am 16.04.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.