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StartseiteMauersplitter"Es geht ja um knallharte wirtschaftliche, ökonomische Fragen"19.01.2015

Interflug und Lufthansa"Es geht ja um knallharte wirtschaftliche, ökonomische Fragen"

19. Januar 1990. Interflug-Chef Klaus Henkes zur Kooperation mit der bundesdeutschen Lufthansa:

Koexistenz auf dem Leipziger Flughafen im März 1990: Vorn ein Flugzeug der DDR-Gesellschaft Interflug, dahinter ein Maschine der Lufthansa. (picture alliance/dpa/Engler)
Koexistenz auf dem Leipziger Flughafen im März 1990: Vorn ein Flugzeug der DDR-Gesellschaft Interflug, dahinter ein Maschine der Lufthansa. (picture alliance/dpa/Engler)

Reporterin: "Herr Dr. Henkes - Sie und Herr Hunau haben hier betont, dass Lufthansa und Interflug zwei selbstständige Unternehmen sind. Weshalb diese Betonung?"

Henkes: "Naja, es gibt natürlich Leute, die der Meinung sind, dass Herr Hunau die Interflug schlucken will, weil keiner annimmt, dass ich genügend Kapital hab, um die Lufthansa zu kaufen, ja. Also, deswegen haben wir wirklich betont, dass es sich tatsächlich um zwei Fluggesellschaften handelt, die jede auch in Zukunft existenzberechtigt sind, jeder sich in seine Richtung erweitert, sodass eine Fusion überhaupt keinen Sinn ergeben würde. Im Gegenteil: Eine vernünftige Abstimmung bringt, würde ich sagen, einen Synergieeffekt, den man innerhalb einer Fluggesellschaft gar nicht erreichen könnte."

Reporterin: "Das heißt also sachlich und fair mit einander umgehen? Kann man so sagen?"

Henkes: "Das ist unter Fliegern sowieso ... also es gibt keine randalierenden Flieger. Nur randalierende Journalisten, also das ist ... Es geht ja zwischen und nicht um diese Fragen, es geht ja um knallharte wirtschaftliche, ökonomische Fragen. Und da gibt´s ja keinen Spaß und keine Freundschaft mit einander, sondern da regiert ja der Gewinn knallhart."

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