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Internet-BrancheEU-Kommissarin will "schlau regulieren"

EU-Justizkommissarin Vera Jourova spricht über die Pläne der Kommission für Sammelklagen.  (AFP / Emmanuel DUNAND)
EU-Justizkommissarin Vera Jourova. (AFP / Emmanuel DUNAND)

Vor dem Hintergrund des Facebook-Skandals hat sich EU-Justizkommissarin Jourova dafür ausgesprochen, die Macht der großen Internet-Konzerne zu begrenzen.

Nötig sei eine - Zitat - "schlaue Regulierung", die Risiken herausfiltere, die Internet-Sphäre aber ansonsten nicht beeinträchtige, sagte die Tschechin der "Süddeutschen Zeitung". Sie kritisierte die bisherigen Stellungnahmen von Facebook-Gründer Zuckerberg zu dem Skandal als unzureichend. Dieser habe zwar den Schaden für einzelne Nutzer erwähnt. Über den Schaden für die Gesellschaft und die demokratische Debatte habe er jedoch nichts gesagt.

Das Europaparlament will Zuckerberg zu dem Datenskandal befragen. Mitte März war bekannt geworden, dass sich die britische Firma 'Cambridge Analytica' unrechtmäßig Zugang zu den Daten von Millionen Facebook-Nutzern verschafft und diese ausgewertet hatte. Zuckerberg hatte deshalb auch schon vor dem US-Kongress aussagen müssen.

Diese Nachricht wurde am 17.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.