Die Nachrichten
 

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten
 

Interview der WochePolnischer Botschafter bekräftigt Forderung nach Reparationszahlungen

ARCHIV - Der polnische Botschafter Andrzej Przylebski, aufgenommen am 19.01.2017 in Potsdam (Brandenburg). Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Sellering empfängt am 23.03.2017 in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) den Botschafter zum Antrittsbesuch. (dpa-Zentralbild / Bernd Settnik)
Der polnische Botschafter Andrzej Przylebski (dpa-Zentralbild / Bernd Settnik)

Polen erwägt nach den Worten seines Botschafters in Berlin, Przylebski, Reparationsforderungen an Deutschland über US-amerikanische Gerichte durchzusetzen.

Aus Archiven werde gegenwärtig Material zusammengetragen, das das Ausmaß der Verwüstungen belege, die Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg in Polen verursacht habe, sagte Przylebski im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Außerdem konsultiere man Länder mit ähnlichen Ansprüchen.

Polen hatte zuletzt wiederholt Reparationsforderungen gestellt. Mit einer Klage in den USA könnte sich Warschau an Forderungen ehemaliger Zwangsarbeiter anlehnen, die mit Sammelklagen Entschädigung für erlittenes Unrecht während der NS-Diktatur verlangt hatten. Seit der Einrichtung eines Entschädigungsfonds in Deutschland vor 18 Jahren wurden entsprechende Klagen in den USA abgewiesen.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.