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Iran-AtomabkommenBerlin und Brüssel nehmen US-Entscheidung "zur Kenntnis"

Das Atomkraftwerk Bushehr im Iran im August 2010. (picture alliance / EPA / Abedin Taherkenareh)
Das Atomkraftwerk Bushehr im Iran im August 2010. Im Atomabkommen hat sich das Land verpflichtet, gegen die Aufhebung von Sanktionen der Überwachung seiner Anlagen zuzustimmen. Das Ausland verdächtigt den Iran nach Atomwaffen zu streben. (picture alliance / EPA / Abedin Taherkenareh)

Die Bundesregierung und die EU-Kommission haben zurückhaltend auf die Entscheidung von US-Präsident Trump zum Atomabkommen mit dem Iran reagiert.

Man nehme die Ankündigung zur Kenntnis, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin mit. Deutschland werde sich nun mit seinen europäischen Partnern beraten und das gemeinsame Vorgehen besprechen. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel. Die EU bleibe der vollen und effektiven Umsetzung des Atomabkommens verpflichtet.

Trump hatte angekündigt, das Atomabkommen vorerst nicht aufzukündigen und die US-Sanktionen weiterhin außer Kraft zu lassen. Er forderte die Europäer jedoch auf, binnen 120 Tagen einer Verschärfung der Auflagen für den Iran zuzustimmen. Die verheerenden Lücken des Vertrags müssten beseitigt werden, betonte Trump. Das sei die letzte Chance.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.