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StartseiteVerbrauchertippSonnenschirm fürs Smartphone09.06.2017

IT-Geräte vor Überhitzung schützenSonnenschirm fürs Smartphone

Smartphones und Co. mögen keine Wärme. Das wird vor allem im Sommer zum Problem - die Geräte können überhitzt werden. Meistens reicht es aus, aus der Sonne zu gehen und ein schattiges Plätzchen zu suchen. Wenn gar nichts mehr läuft, hilft nur eines: abschalten.

Von Michael Voregger

Jemand sitzt an einem Tisch vor einem Laptop und hält mit einer Hand ein Smartphone, im Hintergrund ist ein Fahrrad zu sehen, im Vordergrund eine Tasse (Imago )
IT-Geräte können üblicherweise Temperaturen bis 35 Grad vertragen. (Imago )
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"Das wird öfters heiß, wenn ich bestimmte Apps benutze. Das ist bei mir zum Beispiel Snapchat. Das wird dann auch so heiß, dass man es eigentlich nicht anfassen kann. Eigentlich will ich es dann weglegen. Ich habe dann auch Angst, wenn ich es dann ans Ladekabel anschließen will, weil es gerade leer ist – dass es dann zu Schaden kommt."

Emma ist 17 Jahre alt und die Schülerin verzichtet ungern auf ihr Smartphone. Elektronische Geräte mögen keine Wärme. Vor allem im Sommer, wenn die Temperatur steigt, stellen sie schon mal ihre Arbeit ein sagt Christof Windek, Redakteur bei der Zeitschrift ct.

"Alle Geräte die wir so kennen- also IT-Geräte – also Tablets, Smartphones sind üblicherweise für einen Temperaturbereich bis 35 Grad ausgelegt. Hier funktionieren die ganz normal und darüber wird es manchmal eng. Die haben dann verschiedene Maßnahmen, wie sie sich dann schützen, damit ihnen nicht zu heiß wird."

Alle Geräte können Probleme mit der Hitze bekommen

Im Büro steigt die Temperatur selten über 35 Grad. Allerdings kann es zum Problem werden, wenn der Monitor direkt in der Sonne steht. Dann erhitzt sich das Gehäuse schon erheblich. Hier sollte schnell für etwas Schatten gesorgt werden. Alle Geräte können Probleme mit der Hitze bekommen. Sie gehen dann zwar in der Regel nicht kaputt, aber die Leistungsfähigkeit leidet. Wenn der Akku eines Mobiltelefons ständig wechselnden Temperaturen ausgesetzt ist, dann leidet die Lebensdauer. Beim PC unterm Schreibtisch geht es eher kühl zu - das ist der richtige Platz. Allerdings gibt es auch den Fall, dass der Rechner in einer aufgeheizten Dachgeschosswohnung steht und mit den Haaren eines Haustiers kämpfen muss. Die Lüftung saugt Luft an und im Inneren sammeln sich Haare und Staub, die die Kühlung beeinträchtigen.

"Bei Notebooks sollte man aufpassen, dass man sie nicht auf einer haarigen Oberfläche benutzt – zum Beispiel auf einer flusigen Wolldecke abstellt. Auch Tierhaare stellen ein Problem dar. Die haben ja sehr feine Lamellen in den kleinen Kühlern. Also auf Sauberkeit achten und nicht in der prallen Sonne nutzen."

Elektronische Geräte nicht in den Kühlschrank legen

Beim Standrechner muss man dann schon mal nachschauen, ob die Luftfilter sauber sind oder ob sich im Inneren viel Staub gesammelt hat. Das ist bei älteren Geräten häufiger der Fall, die zum Beispiel in Räumen stehen, wo viel geraucht wird. Auf den klebrigen Ablagerungen von Tabakqualm haftet der Staub besser. Besonders im Sommer, sollten elektronische Geräte nicht im Auto zurückgelassen werden, warnt Christof Windek.

"Ein stehendes Auto ist so etwas wie ein Treibhaus, wenn alle Fenster zu sind. Dann gibt es Temperaturen von weit über 50 Grad, direkt hinter der Frontscheibe sogar noch mehr. Dann können sogar ausgeschaltete Geräte Probleme bekommen. Das sind oft Kunststoffgehäuse drum – das die sich verziehen sogar im Extremfall. Und auch den Akkus bekommt das nicht gut, wenn sie längere Zeit so starker Hitze ausgesetzt sind."

Windek hat auch noch einen Rat für die Nutzer von heiß gelaufenen Smartphones.

"Wenn das Smartphone schon warnt, dass es zu heiß wird, dann würde ich es abschalten und eine Weile warten. Wovon wir dringend abraten, ist, das Gerät direkt aus großer Hitze in den Kühlschrank zu legen. Da kann sich im dümmsten Fall Kondenswasser bilden und das Gerät kann Schaden nehmen."

Mit einem kühlen Ort ist auf keinen Fall der Kühlschrank gemeint. Es reicht aus, aus der Sonne zu gehen und ein schattiges Plätzchen zu suchen.

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