Freistil / Archiv /

 

It´s Monk Time

Die irre Geschichte einer amerikanischen Beatband in der deutschen Provinz

Von Tom Noga

Saxophon
Saxophon (AP)

In den wilden 60er-Jahren schufen in der Bundesrepublik fünf musikbegeisterte ehemalige GIs eines der verrücktesten Projekte einer verrückten Dekade. Die Monks trugen, dem Bandnamen entsprechend, Mönchskutten und auf den Köpfen Tonsuren.

Sie spielten eine Art Minimal-Beat: ein bisschen Dada und ganz viel Punk, obwohl der ja noch gar nicht erfunden war. Die Musik der Monks klang komplex wie Free Jazz und repetitiv wie die deutschen Elektroniker ein Jahrzehnt später. Mit anderen Worten: In die Provinz zwischen Flensburg und Garmisch passten die Monks wie hoch entwickelte Aliens, die eine Laune des Schicksals auf einen Wüstenplaneten gebeamt hat.

Ein Jahr hielt die Band durch, dann löste sie sich auf. Eine Implosion, die keine Spuren hinterließ? Tatsächlich ist der Einfluss der Monks auf die deutsche Popmusik kaum zu unterschätzen. Der Autor traf nicht nur die drei noch lebenden "Mönche", sondern auch zahlreiche Musiker, die sich bis heute auf die Monks berufen.


Regie: Uta Reitz
DLF 2013

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Freistil

Pick Up ArtistsMit Verführungskünstlern auf der Jagd

Eine Frau mit einem teilweise transparenten Rock steht mit High-Heels an einer rot beleuchteten Bar und unterhält sich mit einem Mann.

"Ich tanze eine HB8 an, mein Wing approached die andere. Richtig gute Targets." Pick-Up-Artist sein, das heißt Frauen aufreißen mit System. Die Verheißung, jede Frau rumzukriegen, wenn man ein paar Psycho-Tricks lernt, macht schüchternen Durchschnittsmännern Hoffnung.

PhilosophieWas übrig bleibt, wenn nix übrig bleibt - Über das Nichts

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Skulptur "Der Denker" aus dem Jahre 1904 des berühmten französischen Bildhauers, Grafikers und Malers Auguste Rodin

Wenn Nichts nichts ist, was ist es dann? Nichts oder Etwas? Beantworten lässt sich diese Frage nicht. Deshalb verbannten Philosophen die Frage als unlösbares Paradox. Dieser Umgang mit dem Nichts tauge nichts, meint der Philosoph Ludger Lütkehaus.

EsskulturWir Gastrosexuellen - Eine Aufklärung

Auf dem Teller ist Hummer auf grünem Apfelgelee mit Kaviar angerichtet, gekocht von Sternekoch Norbert Niederkofler.

Gastrosexualität? Was ist denn das? Eine Krankheit? Nein, es ist die Leidenschaft von Männern, die mit kompliziertem Werkzeug und nahezu wissenschaftlichem Anspruch ihre Privatküchen zu einem Schlachtfeld der Kulinarik und eigenen Identitätsfindung machen.