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IT-SicherheitFieberthermometer für Hardware

Das Foto zeigt die Platine eines Computers. (imago / photothek / Thomas Trutschel)
Auch die Hardware eines Computers ist anfällig für Hacker-Angriffe. (imago / photothek / Thomas Trutschel)

Nicht nur Software - auch die Hardware eines Computers ist durchaus anfällig für Cyber-Angriffe.

Wissenschaftler in Karlsruhe erforschen darum (Audio-Link), wie man zum Beispiel den Prozessor eines Computers beobachten und schützen kann. Denn Computerchips sind recht ungeschützt und könnten von Hackern mit Hilfe falscher Steuerbefehle gezielt überlastet werden - es entsteht ein künstlicher Alterungsprozess und die Chips sind womöglich binnen Stunden zerstört.

Um solche Attacken zu erkennen, arbeiten die Forscher an einem intelligenten Selbstüberwachungssystem mit einer Infrarotkamera. Zusammen mit einem Programm lassen sich Temperaturunterschiede registrieren und Muster erkennen. Denn: jeder Chip hat einen thermischen Fingerabdruck, etwa im Normalbetrieb. Kennt man den, lassen sich Abweichungen - etwa bei Hackerangriffen - frühzeitig ausmachen. Das Prinzip ähnelt dem eines Fieberthermometers. Die Frage ist nur, wie die Hacker auf die Erkenntnisse reagieren: Sie könnten etwa einfachere Programme schreiben, damit es keine ungewöhnliche Hitzebildung gibt.

Diese Nachricht wurde am 17.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.