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Jenseits von Markt und Staat

Begegnungen in der Allmende

Von Dagmar Scholle

Sind Allmenden ein Gegenpol zur zunehmenden Privatisierung unserer Welt?
Sind Allmenden ein Gegenpol zur zunehmenden Privatisierung unserer Welt? (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Allmenden sind unwirtschaftlich und überholt, sagen die einen: Das Vieh wird nicht satt, die Bäume nicht groß, die Betreiber nicht reich. Allmenden sind modern, sagen die anderen: Wissen, Autos, Ressourcen – wir können doch Teilhaber sein, statt zu besitzen!

Das Konzept ist alt, sagen nun viele, die Spielarten neu: Wikipedia, Gemeinschaftsgärten oder Carsharing – auch in modernen Formen gemeinschaftlichen Nutzens steckt das mittelalterliche Modell der Allmende.

Die Erschütterungen der Finanzkrise brachten es wieder ins Bewusstsein, ebenso die Vergabe des Wirtschaftsnobelpreises 2009 an die Gemeingüterforscherin Elinor Ostrom. Sind Allmenden ein Gegenpol zur zunehmenden Privatisierung unserer Welt?

Viele Aspekte der Suche nach einem neuen Umgang mit Ressourcen erspürt, wer traditionelle Weideallmenden besucht – und sie mit der modernen Kulturlandschaft vergleicht.

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Das Feature

Hippies und Cyberspace"Wir sind wie Götter und wir können genauso gut werden"

Der amerikanische Architekt, Ingenieur, Poet, Autor, Philosoph und Erfinder Richard Buckminster Fuller, aufgenommen 1977. Fuller wurde richtungsweisend mit geodätischen Kuppeln, deren Tragwerk aus den an ihren Kreuzungspunkten miteinander verbundenen Stäben (Holz, Aluminium, Spannbeton, Pappe u.a.) besteht, wobei die einzelnen Elemente die Form von Oktaedern oder Tetraedern erhalten. Sein Hauptwerk ist die Kuppel des amerikanischen Pavillons auf der Weltausstellung in Montreal 1967. Richard Buckminster Fuller wurde am 12.07.1895 in Milton (Massachussetts) geboren und starb am 01.07.1983 in Los Angeles (Kalifornien).

Auf dem Cover der ersten Ausgabe des "Whole Earth Catalogs" prangte ein Foto der Erde, dem Spaceship Earth, aufgenommen aus dem All. Der Katalog versprach Zugang zu Werkzeugen und Ideen. Anleitungen zum Bau geodätischer Kuppeln fanden sich neben elektronischen Rechenmaschinen und Literatur von Norbert Wiener bis Buckminster Fuller.

PorträtZwischen Hochkultur und Problembezirk

Die Keupstraße fotografiert am 02.06.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen). Am Pfingstmontag ist es genau zehn Jahre her, dass vor dem Friseursalon in der Kölner Keupstraße eine Bombe explodierte.

An manchen Tagen hat Kutlu Yurtseven mit fünf Szenen gleichzeitig zu tun: Morgens arbeitet er als Sozialarbeiter in Kölner Problembezirken. Abends spielt er in einem Theaterstück über den Anschlag gegen Migranten in der Kölner Keupstraße im Schauspiel Köln.

Schrifsteller Akram Ailisli Axt und Feder

Die Flagge von Aserbaidschan.

2004 hackte ein aserbaidschanischer Leutnant namens Ramil Safarow einem armenischen Offizier mit einer Axt den Kopf ab. Es geschah bei einem NATO-Lehrgang in Ungarn. Angeblich hatte der Armenier im Beisein von Safarow einem anderen Armenier irgendetwas zugeflüstert und dabei gegrinst.