Das Feature / Archiv /

 

Jenseits von Markt und Staat

Begegnungen in der Allmende

Von Dagmar Scholle

Sind Allmenden ein Gegenpol zur zunehmenden Privatisierung unserer Welt?
Sind Allmenden ein Gegenpol zur zunehmenden Privatisierung unserer Welt? (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Allmenden sind unwirtschaftlich und überholt, sagen die einen: Das Vieh wird nicht satt, die Bäume nicht groß, die Betreiber nicht reich. Allmenden sind modern, sagen die anderen: Wissen, Autos, Ressourcen – wir können doch Teilhaber sein, statt zu besitzen!

Das Konzept ist alt, sagen nun viele, die Spielarten neu: Wikipedia, Gemeinschaftsgärten oder Carsharing – auch in modernen Formen gemeinschaftlichen Nutzens steckt das mittelalterliche Modell der Allmende.

Die Erschütterungen der Finanzkrise brachten es wieder ins Bewusstsein, ebenso die Vergabe des Wirtschaftsnobelpreises 2009 an die Gemeingüterforscherin Elinor Ostrom. Sind Allmenden ein Gegenpol zur zunehmenden Privatisierung unserer Welt?

Viele Aspekte der Suche nach einem neuen Umgang mit Ressourcen erspürt, wer traditionelle Weideallmenden besucht – und sie mit der modernen Kulturlandschaft vergleicht.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

OrtserkundungenSudety. Reise in ein verwundetes Land

Hotel "Austria", koloriertes Foto von 1919

Mit verzweifelter, fast aggressiver Sehnsucht hatte die Großmutter immer wieder von Daheim erzählt: Von der kleinen Stadt Kaaden an der Eger und ihrem stolzen Hotel Austria am Marktplatz mit seiner K.u.k.-Herrlichkeit, von den blühenden Gärten, den fruchtbaren Hopfenfeldern, dem "Werk", das die Meißner Porzellanmanufaktur mit dem hochwertigen Kaolin der Gegend versorgte.

Ortserkundungen"Hello, Chinaman"

Eine Frau sitzt vor einem Kleinwarenladen.

Als Investor ist China in Ghana hochwillkommen. Das Land gibt Kredit, baut Straßen, Schienen, Staudämme, Häfen und Flughäfen. Der Handel wächst gigantisch. Scharen afrikanischer Händler reisen nach China, um sich mit riesigen Schiffsladungen billiger Waren einzudecken: Schuhe und Zahnbürsten, Motorräder und Medizin.

OrtserkundungenLeben unter der Tuffsteinburg

Der Burgfelsen von Uchisar, südwestlich von Kayseri im Bergland von Kappadokien in der Türkei.

Die alte Festung auf dem Hügel ist geborsten, aber noch immer überragt sie die Tufflandschaft Kappadokiens. Seit vorchristlicher Zeit bauen sich die Menschen hier Häuser, indem sie Felsen aushöhlen. Evelyn Kopp und Almut Wegner leben seit über zehn Jahren im Dorf Uchisar.