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StartseiteMusikszene"Ideen müssen von den Rändern kommen"08.08.2017

Junge zeitgenössische Szene in England"Ideen müssen von den Rändern kommen"

Sie sind experimentierfreudig, sie komponieren und organisieren Konzerte - junge Komponisten für Neue Musik in England. Aber: für zeitgenössische Musik gibt es hier kaum Geld und nahezu keine institutionelle Infrastruktur. Doch die Jungen verfügen über Kreativität, Forschungsdrang und Courage.

Von Leonie Reineke

Musiker mit Flügel in der Mitte spielen auf Bühne vor Publikum in einem engen Raum (Leonie Reineke)
Ein Abend beim London Contemporary Music Festival 2017 (Leonie Reineke)

"Für Neue Musik gibt es bei uns wenig öffentliche Fördermittel. Dafür sind wir Künstler unabhängiger von Veranstaltern und können extrem experimentierfreudig sein." Was nach kultureller Diaspora klingen mag, sieht der in Manchester lebende Komponist Mauricio Pauly als fruchtbaren Boden für Autonomie und Risikobereitschaft. Sein Ensemble "Distractfold" gründete er gemeinsam mit Kollegen als Selbsthilfeprojekt. Denn nirgendwo außerhalb der Universität gab es einen Platz für ihre eigenwilligen Konzertprogramme.

Mittlerweile hat sich die Formation international einen Namen gemacht. Auch andere Projekte sprießen in England aus dem Boden: Mit Konzertreihen wie "Kammerklang" oder dem "London Contemporary Music Festival" und mit Composer-Performer-Initiativen wie "Bastard Assignments" oder "Weisslich" findet die junge Szene Englands immer neue Möglichkeiten, ihre Kunst in die Öffentlichkeit zu tragen.

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