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StartseiteSpielweisenMit gefesselten Füßen tanzen13.12.2017, 22:05 Uhr

Kabalewskis 2. KlaviersonateMit gefesselten Füßen tanzen

Mit russischer Vehemenz reizt Dmitri Kabalewski die Möglichkeiten des Klaviers aus. Zugleich weiß er die Klänge auf traditionelle Weise zu bändigen. Wie dem Komponisten das und mehr gelingt, erklärt der Pianist Michael Korstick.

Am Mikrofon: Christoph Schmitz

Der Pianist Michael Korstick und der Moderator Christoph Schmitz sitzen am Flügel im Deutschlandfunk Kammermusiksaal.
Der Pianist Michael Korstick und der Moderator Christoph Schmitz während der Wortspiel-Aufnahme im Deutschlandfunk Kammermusiksaal.

Große Orchesterwerke, Instrumentalkonzerte, Opern, Kammer- und Klaviermusik hat der russische Komponist Dmitri Borissowitsch Kabalewski (1904-1987) komponiert. Im Sowjetischen Komponistenverband war er sein ganzes Leben lang aktiv, legte sich als getreuer Verfechter des Sozialistischen Realismus auch in seiner eigenen Musik kräftig ins Zeug. Im Gegensatz zu Prokofjev oder Schostakowitsch, deren Kompositionen zum Teil von einem Aufführungsverbot belegt wurden, erfuhr Kabalewski für seine Musik kaum Kritik der Regierung.

Drei Klaviersonaten stammen aus seiner Feder. Die 2. Sonate komponierte Kabalewski 1945. Mit einem marschartigen Rhythmus beginnt der erste Satz. Nach einem elegischen Teil bäumt er sich zu wellenartigen Turbulenzen auf und klingt in heroischen Siegestönen aus. Wie der Komponist im Detail diesen und die beiden Folgesätze gestaltet, den nachdenklichen und schmerzvollen zweiten Satz und die atemlose Raserei des dritten, das erläutert der Pianist Michael Korstick am Flügel im Deutschlandfunk Kammermusiksaal im Gespräch mit Christoph Schmitz. Anschließend spielt Michael Korstick die Komposition im Zusammenhang.

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