Kulturfragen / Archiv /

 

Kämpfen für den rechten Glauben?

Geschichte und Gegenwart der Salafisten

Stefan Weidner im Gespräch mit Kersten Knipp

Islamische Fundamentalisten demonstrieren in Solingen gegen eine Veranstaltung von "Pro NRW"
Islamische Fundamentalisten demonstrieren in Solingen gegen eine Veranstaltung von "Pro NRW" (picture alliance / dpa / Melanie Dittmer)

Sie verschenken den Koran in Fußgängerzonen und attackieren Polizisten: Die Salafisten, eine ultrakonservative Gruppierung aus dem sunnitischen Islam.

Die Geschichte des Salafismus legt nahe, ihn vor allem als Moderne-Phänomen zu verstehen, das auf die Herausforderungen der Neuzeit, im arabischen Raum wesentlich durch den Kolonialismus geprägt, eine religiöse Antwort zu geben versucht.

Der Salafismus ist zudem stark mit der arabischen Halbinsel, insbesondere mit Saudi Arabien, verbunden. Warum haben ultrakonservative Koranauslegungen dort eine so starke Stellung? Warum werden sie von dort in die gesamte Welt exportiert? Und: Wie hat sich der Salafismus historisch und kulturgeschichtlich überhaupt entwickelt?

- Mit dem Schriftsteller und Islamwissenschaftler Stefan Weidner sprach darüber Kersten Knipp.



Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Ohne Tabu

 

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kulturfragen

Erster WeltkriegGeistige Mobilmachung mit Bezug auf Nietzsche

Friedrich Nietzsche auf der Repro eines undatierten Plakates.

Die Kultur vor dem Ersten Weltkrieg ist eine Zeit der künstlerischen Avantgarden. Wie wurde in jener Zeit geistig mobil gemacht? Eine Schlüsselgestalt zur Beantwortung dieser Fragen ist der Philosoph Friedrich Nietzsche. Andreas Urs Sommer, Direktor der Friedrich-Nietzsche-Stiftung, bewertet seinen Einfluss.

Medienlandschaft"Journalismus ist kein Geschäftsmodell"

Zeitungen hängen an einem Kiosk.

Die Generation Internet wächst heute fast ohne gedruckte Zeitung auf. Auch die Werbekunden wandern ab ins Internet, dadurch geraten vor allem Zeitungsverlage unter Druck. Doch hat die Zeitung in Papierform wirklich ausgedient oder geht es nur den Verlagen schlecht? Professor Castulus Kolo spricht darüber im Kulturgespräch.

IrakDie Ursprünge des Religionskonflikts und die jüngere Gewalt-Geschichte

Ein irakischer Shiit trägt einen Schirm mit dem Umirssen des Iraks.

Ende Juni hat die Organisation "Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien"(ISIS), ein Kalifat ausgerufen. Mit diesem Gebilde sind religiöse und politische Motive verknüpft. Das Erbe des Kolonialismus wiegt schwer, die willkürlichen Grenzziehungen in der Region lösen bis heute anhaltende Konflikte aus.