Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Kalter Krieg am Campus

Der Streit um die Zivilklausel an deutschen Hochschulen

Von Andrea Rehmsmeier

Darf Forschung Mittel von Rüstungsfirmen oder des Militärs annehmen?
Darf Forschung Mittel von Rüstungsfirmen oder des Militärs annehmen? (Science)

Streng vertrauliche Projekte des Verteidungsministeriums, Drittmittel von Rüstungskonzernen, zweifelhafte Forschungsziele – Friedensgruppen warnen vor einer schleichenden Militarisierung der Hochschulen. In vielen deutschen Uni-Städten haben sich Zivilklausel-Initiativen gegründet, die von den Hochschulen das Bekenntnis fordern, Forschung und Lehre in den Dienst des Friedens zu stellen.

Doch können die Universitäten es sich überhaupt leisten, auf wichtige Bereiche der Drittmittel-Forschung zu verzichten? Ist militärisch relevante Forschung tatsächlich so unmoralisch, dass sie an öffentlichen Hochschulen nichts zu suchen hat? Die Zivilklausel-Frage führt zu erbitterten Kontroversen. Front-Berichte aus München, Tübingen und Augsburg.

"Manuskript zur Sendung:"

Kalter Krieg am Campus

"Buchtipp:"

Thomas Nielebock, Simon Meisch, Volker Harms: Zivilklauseln für Forschung und Lehre
ISBN: 978-3-8329-7551-7
Nomos Verlagsgesellschaft, 2012, 344 Seiten, 59 Euro

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

     &nbspUmstrittene Stiftungsprofessur in Bremen besetzt
     &nbsp(Campus & Karriere vom 14.08.12)

     &nbspKeine Kooperationen mit Rüstungsunternehmen
     &nbsp(Campus & Karriere vom 30.04.12)

     &nbspUnheilige Allianz oder sinnvolles Zweckbündnis?
     &nbsp(Campus & Karriere vom 22.02.12)

     &nbspUniversität Bremen bleibt zivil
     &nbsp(Campus & Karriere vom 25.01.12)

     &nbspBewaffnete Roboter
     &nbsp(Wissenschaft im Brennpunkt vom 11.09.11)

     &nbspDer Himmel ist leer
     &nbsp(Wissenschaft im Brennpunkt vom 10.04.11)

     &nbspGefährliches Wissen
     &nbsp(Wissenschaft im Brennpunkt vom 10.08.08)

Links ins Netz:

      Informationsstelle Militarisierung: Tübingen-Rundgang (PDF)

      Bavarian International Campus Aerospace & Industry (Bicas)

      Initiative gegen Militärforschung an Universitäten (PDF)

      BMBF: Forschung für die zivile Sicherheit 2012-2017 (PDF)

      INES: Aufruf pro Zivilklausel

      Bundesregierung zur militärischen Forschung (PDF, 19.10.10)

      Spiegel: Im Dienst des Krieges (09.07.12)

      Studis Online: Zivilklausel oder Militärforschung (09.02.11)

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

High-tech in der TierforschungEin Storch geht online

Drei Störche liegen in ihrem Nest, "Storchenvater" Wolfgang Schäfle schaut auf sie herunter.

Immer leistungsfähigere Mini-Computer und Sender am Körper wild lebender Tiere machen es möglich, Wanderwege, Gruppenverhalten und Körperfunktionen in Echtzeit zu untersuchen, vom Schmetterling bis zum Weißen Hai. In Radolfzell am Bodensee verfolgen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie die Flugbewegungen von Störchen mit Sendern. Drei dieser Störche wurden jetzt nach der Deutschlandfunk-Sendung "Wissenschaft im Brennpunkt" benannt.

Forschen im AuslandBoston oder Berlin?

Blick auf den East River mit Manhattan im Hintergrund, aufgenommen vom Ufer in Williamsburg, Brooklyn, New York am 22.06.2014.

Wer forschen will, den zieht es in die USA – das ist seit Jahrzehnten so und wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Und es ist gut, denn in Amerika lernen die deutschen Nachwuchswissenschaftler andere Arbeitsweisen kennen und können sich ein internationales Netzwerk aufbauen.

Versenkte MunitionBomben in der Tiefe

Ein Taucher schwimmt in einem Wrack, in dem von Algen überwachsene Fässer herumliegen.

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind fast 70 Jahre vergangen, aber bis heute schlummern in den Ozeanen der Welt Millionen Tonnen Munition. Sie zu bergen ist extrem aufwendig - und für die Taucher nicht ganz ungefährlich.