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Kampf gegen IS-TerrorUSA stehen an Frankreichs Seite

US-Außenminister John Kerry vor der in den französischen Nationalfarben angestrahlten US-Botschaft (Dominique Faget/Pool/AFP)
US-Außenminister Kerry vor der US-Botschaft in Paris (Dominique Faget/Pool/AFP)

US-Außenminister John Kerry hat Frankreich nach den Anschlägen von Paris Unterstützung im Kampf gegen den IS-Terror zugesichert. Er trifft heute in Paris mit Frankreichs Präsident François Hollande und dessen Außenminister Laurent Fabius zusammen. Bereits am Sonntag hatten die USA Luftangriffe gegen IS-Tanklastzüge in Syrien geflogen.

Kerry war bereits gestern nach Paris gereist, um die Solidarität der USA mit Frankreich zu bekräftigen und der Opfer zu gedenken. Die amerikanische Botschaft in Paris erleuchtete am Abend in den französischen Nationalfarben. Kerry betonte dabei die enge Verbindung zu Frankreich: "Die USA und Frankreich sind nicht nur Freunde - wir sind eine Familie." Er kündigte an, entschlossen gegen die Terroristen vorzugehen: "Wir werden den Islamischen Staat und all diejenigen besiegen, die seine verabscheuungswürdige Ideologie teilen", so Kerry. "Wir werden dafür kämpfen, dass unsere Kinder eine Welt erben, die reich an Liebe und arm an Hass ist." Die IS-Kämpfer bezeichnete er als "psychopathische Monster".

US-Verteidigungsminister Ash Carter rief die europäischen Verbündeten gleichzeitig zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den IS auf: "Wir wollen mehr tun. Wir halten Ausschau nach jeder Gelegenheit, die wir kriegen können, um den IS anzugehen. Aber es ist für uns wichtig, dass auch andere mitmachen", so Carter. "Ich hoffe, dass diese Tragödie den Effekt haben wird, andere wach zu rütteln, so wie sie die Franzosen wach gerüttelt hat."

Hollande will EU-Hilfe anfordern

Gestern teilte das Pentagon mit, dass amerikanische Kampfjets am Sonntag 116 in der Nähe der irakischen Grenze aufgereihte Tanklastzüge bombardiert habe. Um die Fahrer zu warnen, seien vorher Flugblätter abgeworfen worden. Den Angaben zufolge war es der erste Einsatz dieser Art. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, man habe sich entschieden, konsequenter die Öleinnahmen des IS trockenzulegen.

Frankreichs Präsident François Hollande hofft derweil auf weitere Unterstützung: Er will heute offiziell EU-Hilfe anfordern. Er strebt eine Allianz der Großmächte gegen die IS-Miliz an. Dazu will er neben den USA auch mit Russland Beratungen führen. Hollande sagte gestern in Versailles, die Zerstörung des IS sei eine Aufgabe der internationalen Gemeinschaft. Er kündigte an, den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" statt wie geplant in den Persischen Golf ins östliche Mittelmeer zu schicken. "Das wird unsere Handlungsfähigkeit verdreifachen", so Hollande. An Bord des Flugzeugträgers befinden sich 26 Kampfjets. Von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien aus fliegen bereits zwölf weitere französische Kampfflugzeuge Angriffe auf den IS in Syrien. 

(cvo/jan)

 

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