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Kampf gegen StrigaWelcher Mais widersteht den Wurzel-Parasiten?

Das Foto zeigt ein erntereifes Maisfeld bei Bothaville in Südafrika im Mai 2018. (AFP / Wikus de Wet)
Mais wird in Afrika oft von Striga befallen - einem Wurzelparasiten. (AFP / Wikus de Wet)

Südafrikanische Forscher haben in Laborversuchen Maissorten entdeckt, die gegen Striga weitgehend resistent oder tolerant sind.

Striga-Pflanzen sind in Afrika gefürchtete Unkräuter. Als sogenannte Wurzelparasiten nutzen Striga die Wurzeln anderer Pflanzen, um an Nährstoffe zu kommen. Dadurch schwächen sie aber ihre Wirte. Vor allem im Maisanbau in Afrika sorgt Striga für große Ernteausfälle von bis zu 80 Prozent. Das ist ein Problem vor allem für Kleinbauern, die sich keine Pflanzenschutzmittel leisten können.

Die nun entdeckten Maissorten bieten sogar einen doppelten Nutzen. Denn sie besitzen gleichzeitig einen erhöhten Proteingehalt. Feldversuche in Simbabwe haben die Ergebnisse bestätigt.

Die Forscher hoffen nun, dass die resistenten Maissorten afrikanischen Kleinbauern helfen können, auch in Regionen mit Striga-Befall einen rentablen Maisanbau zu betreiben.

Die Studie ist im Fachmagazin Crop Science erschienen.

Diese Nachricht wurde am 13.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.