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StartseiteVerbrauchertippDer richtige Grill für jede Gelegenheit04.07.2017

KaufhilfeDer richtige Grill für jede Gelegenheit

Ein Grill, ein bisschen Holzkohle und ein paar frische Würstchen. Das sind die Grundzutaten für einen gemütlichen Sommerabend auf der Terrasse oder im Garten. Aber wer im Baumarkt unbedarft nach einem Grill schaut, wird vom Angebot nicht selten überwältigt: Welcher ist der richtige?

Von Susanne Lettenbauer

Frikadellen und Bauchfleisch liegen auf einem Grillrost. (picture-alliance / dpa / Heiko Wolfraum)
Grillen ist beliebt wie nie: die Arten variieren. (picture-alliance / dpa / Heiko Wolfraum)
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Noch nie war Grillen so einfach wie heute. Nicht nur die Preise für ausladende Gas- Elektro- oder hochwertige Holzkohlegrills sind gesunken. Wer sich die Mühe sparen will, langwierig mit Kohleanzünder den 10-Euro-Einmalholzkohlegrill anzufeuern, der greift heute zum Gasgrill, beobachten Fachhändler:

"Also der Trend ist, in diesem Jahr zumindest, eindeutig zum Gasgrill, mindestens drei Flammen, gern auch vier Flammen im Innenbereich und auch noch mit Seitenkochstellen."

Die neusten Modelle von Kathrin Schreiner in ihrem Grillfachmarkt mygrill im Münchner Süden gleichen kleinen Outdoorküchen. Ablageflächen rechts und links, dazu eine praktische Seitenkochstelle.

"Da kann ich einfach mal Kartoffeln kochen, Mais vorkochen oder wir haben da einen Wok draufstehen, dass ich also da richtig schönes Wokgemüse machen kann."

Grillen auch im Winter möglich

Gasgrills eignen sich gut für spontane Grillaktionen, können ganzjährig unter dem Dach im Freien stehen. Für die Strand- oder Wiesenparty gibt es mittlerweile transportable Gasgrills auf Trolleys zum Hinterherziehen, verwendbar auch mit kleinen Gaskartuschen. Ähnlich einfach kann man auch Elektrogrills an jeder mobilen oder Heimsteckdose anschließen. Deren Vorteil:

"Also beim Elektrogrill gibt es eben noch weniger Fettbrand, weil das meistens Grillplatten sind, die meistens geschlossen sind und eben kein Fett in den Grill reintropfen kann und keine Flamme, das es sich entzündet."

Der Trend geht zum Zweitgrill. Trotz Gas- oder Elektrogeräten wollen viele Grillfans nicht auf den herkömmlichen Holzkohlegrill verzichten. Einige Hersteller kombinieren deshalb beides, so Kathrin Schreiner: 

"Wir haben hier ein paar Modelle, die einen besonderen Seitenbrenner haben, das ist ein Keramikinfrarotseitenbrenner, der wird um die 900 Grad heiß und diese Keramikinfrarotwärme entspricht auch der Holzkohlewärmeabstrahlung. Dadurch, dass das so heiß wird, kann ich also richtig knackige Röstaromen ans Fleisch geben und ein richtig schönes Branding." 

Wer auf Holzkohle schwört, für den gibt es neue Modelle mit Airkontrollsystem, erklärt die Grillfachexpertin. Dabei wird der Kohleschacht stufenlos hoch und runtergefahren. Außerdem bieten die Hersteller separate Kohlebehälter an, die seitlich neben dem Grillgut gefüllt werden können und ein indirektes Garen ermöglichen. 

Ein Trend, der sich vor allem bei anderen Grillgeräten, den sogenannten Smokern immer beliebter macht. Dafür benötigt man jedoch sehr viel Zeit und Geduld. Wer nicht ständig Holz nachlegen möchte, wählt da lieber vollautomatische Pelletgrills.

Geräte regelmäßig überprüfen

Egal welches Gerät man wählt, Sicherheitsvorschriften müssen unbedingt eingehalten werden, betonen die Kontrolleure von TÜV Süd. Geprüfte Geräte tragen ein CE-Zeichen. Gasschläuche müssen regelmäßig auf Undichtigkeit kontrolliert werden. Heiße Holzkohlegrills nie in geschlossenen Räumen abkühlen lassen, sagt TÜV-Sprecherin Heidi Atzler. 

Und: Der Sicherheitsabstand muss unbedingt gewahrt werden: 

"Also man empfiehlt so drei Meter zu allem, was da rumsteht, oder brennen kann: Holzgeländer vom Balkon, Holzboden, Sonnenschirme, Wäscheständer, Hecken, Bäume - also bei all so was bitte reichlich Abstand zum Grill halten." 

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