Verbrauchertipp /

Kleine Beträge gut anlegen

Verschiedene Anlagesummen erfordern unterschiedliche Sparmodelle

Von Margret Bielenberg

Tagesgeldkonten eignen sich zum Beispiel für das "kleine Sparen".
Tagesgeldkonten eignen sich zum Beispiel für das "kleine Sparen". (AP)

Auch wer wenig Geld übrig hat, kann mit kleinen Beträgen Geld ansparen. Doch nicht alle Sparformen sind dafür geeignet. Vor allem die Sicherheit der Geldanlage sollten Kleinanleger beachten.

Schon wer 30, 40 oder 50 Euro monatlich übrig hat, kann sinnvoll Geld anlegen, sagt Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg. Wichtig dabei sei, dass das Konto immer im Plus ist und keine Kredite abgezahlt werden müssen.

"Dann macht es Sinn, auf Tagesgeld zu sparen. Zwei bis drei Nettogehälter, je nach Geschmacksache. Das ist dafür da, wenn mal die Waschmaschine kaputt geht oder wenn man plötzlich unvorhersehbare Ausgaben hat, damit man dann nicht seinen Dispo in Anspruch nehmen muss."

Wer diese Reserven angesammelt hat, könnte als nächstes über eine private Altersvorsorge mit einem Riester-Vertrag nachdenken. Darüber hinaus bieten sich sichere Anlagen wie festverzinsliche Wertpapiere oder Sparpläne bei Banken oder Sparkassen an. Auch Fondsparen könne interessant sein, allerdings gibt es ein Risiko.

"Weil Fonds im Wert auf- und absteigen können. Das Risiko wird allerdings dadurch gemindert, wenn man einen längeren Anlagehorizont vor sich hat. Wenn man also über mehrere Jahrzehnte sparen möchte. Man kann auch beim Fondsparen jederzeit aufhören, wenn es mal knapper wird, dann bleibt das Kapital einfach dort liegen. Beim Banksparen ist es so, dass man einen Zins vereinbart und eine bestimmte Laufzeit."

Hierbei ist das Geld sicher und die Sparer können je nach Vereinbarung nach einigen Jahren wieder über das Geld verfügen. Wer wenig Geld übrig hat, sollte kein Risiko eingehen und sich deshalb von Spekulationen und Aktien fernhalten. Beratung sei wichtig, aber von Sparkassen und Banken komme nicht immer nur guter Rat.

"Eine Beratung bei der Bank ist gefährlich, weil die Interessenlage gegensätzlich ist zu dem, was der Verbraucher eigentlich will. Freie Vermittler oder Berater gibt es eigentlich nicht. Es sind alles Verkäufer. Die große Gefahr ist, dass man hier einen langfristigen Rentenversicherungsvertrag aufs Auge gedrückt bekommt. Daran verdient der Verkäufer sehr viel Provision, für einen selber ist das sehr ungünstig."

Denn die gesamten Abschluss- und Vertriebskosten eines Vertrags müssen in den ersten Jahren bezahlt werden – auch wenn die Rentenversicherung beispielsweise über Jahrzehnte laufen soll. Wird der Vertrag frühzeitig gekündigt, werden die bereits gezahlten Kosten für die restliche Laufzeit nicht erstattet. Die Verbraucherzentralen bieten unabhängige persönliche Beratung und haben eine neue Broschüre darüber, wie man aus wenig Geld das Beste macht. Der Ratgeber "Kleine Beträge clever anlegen" erklärt, was die Geldinstitute zu bieten haben, informiert über staatliche Unterstützung beim Sparen und gibt ein übersichtliches Bewertungssystem ab.

"Hier gibt es Sternchen, je nachdem wo man sich einordnet. Ob man mehr Risiko will oder gar kein Risiko will, kann man danach sich orientieren. Noch praktischer und noch plakativer ist allerdings ein Ampelsystem wie wir es einmal mit einer anderen Broschüre versucht haben: Ampelcheck Geldanlage. Hier kann man noch viel leichter anhand von drei Farben sehen, ob ein bestimmtes Produkt für einen geeignet ist oder nicht."

Für alle, die sich gern online informieren und auch Verträge übers Internet abschließen, gibt es meist einen finanziellen Vorteil.

"Viele Banken bieten ganz gute Zinsen für Tagesgeld oder Festgeld oder für Sparbriefe an, allerdings gebunden an die Online-Bestellung, da kann man noch ein paar Zehntel Prozent herausholen."

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