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KlimawandelEis in Antarktis schmilzt schneller

Pinguin in der Antarktis. (Deutschlandradio/Folkert Lenz)
Pinguin in der Antarktis. (Deutschlandradio/Folkert Lenz)

Laut einer neuen Hochrechnung schwindet das Eis in der Antarktis immer schneller.

Demnach hat die Antarktis nach Angaben des Fachmagazins Nature von 1992 bis 2012 durchschnittlich etwa 76 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr verloren. Zwischen 2012 und 2017 waren es im Schnitt schon 219 Milliarden Tonnen - also fast dreimal so viel. Seit 1992 hat das schmelzende Eis der Antarktis den weltweiten Meeresspiegel um 7,6 Millimeter steigen lassen. Mittlerweile trägt sie zu einem höheren Anstieg des Meeresspiegels bei als je zuvor in den letzten 25 Jahren. Würde sämtliches Eis in der Antarktis verschwinden, hätte das einen Anstieg des globalen Meeresspiegels um 58 Meter zur Folge - wodurch das komplette Staatsgebiet der Niederlande unter Wasser stünde wie auch große Teile Norddeutschlands mit Bremen und Hamburg.

An der Studie waren 84 Wissenschaftler von 44 internationalen Organisationen beteiligt. Sie haben den Eisverlust anhand von 24 satellitengestützten Eismasseschätzungen berechnet.

Diese Nachricht wurde am 13.06.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.