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Seit 06:50 Uhr Interview
StartseiteInterviewLeggewie bevorzugt lokale Lösungen beim Energiesparen07.12.2014

KlimawandelLeggewie bevorzugt lokale Lösungen beim Energiesparen

Früher hieß es, Umweltschutz sei nötig und sinnvoll, aber nicht bezahlbar. Dieser Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie sei heute ausgestanden, sagte der Politikwissenschaftler Claus Leggewie im Deutschlandfunk. Mittlerweile sei klar, dass man mit einer ökologischen Politik, die auf Nachhaltigkeit ziele, sehr viel Geld verdienen könne.

Claus Leggewie im Gespräch mit Burkhard Müller-Ulrich

Der Kulturwissenschaftler Claus Leggewie sitzt am 12.03.2013 in Köln (Nordrhein-Westfalen) bei einer Lesung seines Buches "Zukunft im Süden" im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Cologne auf der Bühne. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
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Investitionen seien heute nicht mehr so hoch, dass sie sich nicht in kurzer Zeit rechnen würden, sagte Leggewie. Aus klimapolitischen Gründen müsse man in eine nachhaltige Energieproduktion investieren und könne das auch gerecht auf alle Bürger verteilen.

Leggewie nannte die Energiewende ein großartiges Projekt, das sehr viele Herausforderungen habe, aber auch viele Holzwege bereithalte. Das sei bei großen Infrastrukturprojekten so. Leggewie verglich die Energiewende mit der industriellen Revolution vom 18. bis ins 20. Jahrhundert; diese sei auch nicht immer gerade gegangen. So habe man viel Geld in Atomenergie und deren friedliche Nutzung investiert, das habe sich auch als Fehler erwiesen.

Für kriegerische Unternehmungen und auch Kohleproduktion geben wir nach Leggewies Ansicht im Moment mehr aus als für Investitionen in erneuerbare Energien: "Die langfristigen Einsparungen bei alternativen Energien sind beachtlich."

Dezentrale Lösungen

Leggewie bevorzugt kleine dezentrale Lösungen in Energiefragen, zum Beispiel die Wärmedämmung von Häusern; er sagte aber auch, bestimmte große Lösungen wie etwa Stromtrassen quer durch Europa seien nicht zu vermeiden.

Das vollständige Gespräch können Sie durch einen Klick auf die Überschrift nachhören.

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