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StartseiteHintergrundKohle statt Kultur07.11.2011

Kohle statt Kultur

Südafrikas bedrohtes Weltkulturerbe Mapungubwe

Der grenzüberschreitende Nationalpark Mapungubwe zwischen Südafrika, Botswana und Simbabwe ist in Gefahr: Die südafrikanische Regierung genehmigte in der Nähe des Weltkulturerbes einen Steinkohle-Tagebau. Umweltschützer aus allen drei Ländern wollen sich damit jedoch nicht abfinden.

Von Claus Stäcker

In Mapungubwe stehen die größten Affenbrotbäumen der Region. (picture alliance / dpa - Nic Bothma)
In Mapungubwe stehen die größten Affenbrotbäumen der Region. (picture alliance / dpa - Nic Bothma)
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Weltkulturerbe bedroht

Routiniert stößt Johannes Maselesa die schwere Eisenlade auf, die die Morgensonne noch nicht aufgeheizt hat. Leicht rollt die mächtige Luke auf Schienen zur Seite. Und gibt ein geräumiges Erdloch frei. Eine schmale Treppe führt hinunter.

Johannes Maselesa öffnet die letzten Absperrungen. Mapungubwe, das heute ein Nationalpark ist und ihm einen Job als Scout beschert, ist für ihn mehr als nur Hügel vor Flusslandschaft, wilde Tiere und ein paar Ausgrabungen. Was die Archäologen "K 2" oder "K 8" nennen, ist für ihn und seinen Stamm, die Venda, ein heiliger Ort.

"Das ist die Grube, die 1933 ausgegraben worden ist. Hierüber haben wir leider keine mündlichen Überlieferungen, wir sind voll und ganz auf die Erkenntnisse der Archäologen angewiesen. Und wenn sie recht haben, dann war Mapungubwe von 1220 bis 1290 besiedelt."

Mapungubwe, der Ort, an dem der Schakal frisst – war das erste Königreich im Süden Afrikas. Ein loser Handelsposten für 300, 400 Jahre – bis es im 13. Jahrhundert zu einem mächtigen Stadtstaat aufstieg. Gelegen in einer spektakulären Landschaft im Dreiländereck zwischen Botswana, Südafrika und Simbabwe - mit den größten Affenbrotbäumen der Region. Milliarden Jahre alte Gesteinsformationen, als wären Tausende Maurer am Werk gewesen, Fossilien, Dinosaurierspuren, Sanddünen. Und den Big Five – Elefanten, Löwen, Nashörner, Büffel und Leoparden. – Aus allem aber ragt, auf der südafrikanischen Seite, ein 30 Meter hoher Sandsteinblock heraus, der seit 2003 Unesco-Weltkulturerbe ist und die Fachwelt in Erregung versetzt: der Mapungubwe-Hügel. Hier kreuzten sich vor ungefähr 700 Jahren die wichtigen Handelswege zum Indischen Ozean und ins Landesinnere. Archäologen sind begeistert. Mapungubwe ist aber bis heute auch ein mystischer Ort, ein Regenhügel, Stätte geheimnisvoller Gebete und Zeremonien:

"Schon als wir Kinder waren, wurde uns beigebracht, dass der Hügel der Platz unserer Ahnen ist und sie von niemandem gestört werden dürfen. Mein Großonkel hat mich entsetzt angesehen, als ich ihm sagte, dass ich auf dem Berg war. Weißt du nicht, dass dich das dein Leben kosten kann? Dass du verrückt oder krank werden kannst? Wieso?, fragte ich ihn. Und er meinte, sein Vetter Mavina Mokoena, der dem Archäologen van Graan 1933 den Weg zeigte, sei danach blind geworden. Ich bekam mächtig Angst, als er mir diese Geschichte erzählte."

Ein paar Tonscherben im Erdloch K 8, steinumfasste Korngefäße, Perlen, Halskettenglieder, verschiedenfarbige Erdschichten, die die Besiedlung beweisen. Dann beendet Johannes den irdischen Teil seiner Ahnentour und wagt den Schritt oder besser die 147 Schritte nach oben, auf den Mapungubwe Hügel.

Ein schwarzer Herrscher auf dem Gipfel. Ein Stadtstaat mit komplexer Gesellschaftsstruktur. Mit einem Handelsnetz, das sich vom heutigen Botswana über Simbabwe und Südafrika bis an die Küste Mosambiks spannte – im 13. Jahrhundert! Ein großes, stabiles afrikanisches Königreich - die Goldbörse des südlichen Afrika mit internationalen Handelsbeziehungen. Elfenbein wurde gegen Gold getauscht, gegen Salz, Glas und Textilien aus dem arabischen Raum, aus Indien, China und Ostafrika.

Auf dem Plateau, auf kaum mehr als drei Hektar, lebten nur der Hochadel und ein paar Geistheiler, zusammen nicht mehr als 50. Von oben herab kommunizierte die erste südafrikanische Elite mit ihren 5000 Untertanen im Tal. Nur Boten durften hinauf, über eine enge, streng bewachte Felskluft. Nicht das gemeine Volk. Heute kann es jeder schaffen, Holzstufen erleichtern den Aufstieg.

Oben eröffnet sich ein gigantischer Blick – hinüber zum Shashe, zum Limpopo, also auch nach Botswana und Simbabwe – eine naturgeschaffene Aussichtsplattform. Hier und da Swimmingpool-große Aushöhlungen, Pfostenbohrungen, in Stein gehauene Minigruben. Johannes Maselesa deutet auf eine dieser Gruben:

"Hier ist die Stelle, wo die drei bedeutendsten Gräber waren. Drei königliche Leichname, sitzend oder kniend in einem Tongefäß, nach Westen blickend. Und hier in diesem Grab, entdeckten sie das Goldene Nashorn. In diesem Abschnitt wurden auch das goldene Zepter, die goldene Schüssel, Tausende Glas- und Goldperlen und vieles mehr gefunden."

Königsgräber im 13. Jahrhundert, eine Zweiklassengesellschaft, eine Handels- und Handwerkernation. Südafrikas Geschichte musste umgeschrieben werden, bemerkt Nick Hilterman, Umweltkoordinator des privaten Wildschutzgebietes Nord-Tuli, das seit 2009 offiziell zum Dreiländerpark Greater Mapungubwe gehört. Hilterman ist einer seiner größten Verfechter:

"Als Mapungubwe entdeckt und seine Bedeutung klar wurde - ein afrikanisches Königreich mit Wurzeln im 12. Jahrhundert - da passte das der weißen Apartheidregierung nicht ins Konzept. Sie wollte die Leute ja glauben machen, dass Weiße und Schwarze zeitgleich in Südafrika eintrafen, im 17. Jahrhundert. Nun hätten sie zugeben müssen, dass die Afrikaner 500 Jahre eher da waren als der erste Holländer, Jan Van Riebeeck. Das ging den Regierenden gegen den Strich, deshalb stand von Mapungubwe nichts in den Lehrplänen, und noch heute fragen sich viele, Mapungubwe, was ist das denn?"

Die Bedeutung des ersten südafrikanischen Königreiches blieb der Öffentlichkeit jahrzehntelang verborgen. Heute sind die Funde Nationalschätze, Mapungubwe ist Nationalpark, Weltkulturerbe. Und längst ist der größere Zusammenhang klar. Als Mapungubwe verlassen wurde, 1290, wohl wegen einer kleinen Eiszeit, da begann ein paar Hundert Kilometer weiter nördlich und östlich der Aufstieg zweier neuer Goldreiche: Groß Simbabwe, das dem heutigen Land den Namen gab, und Thulamela im heutigen Krüger Nationalpark.

In der mündlichen Überlieferung der Venda leben diese Reiche fort. Venda leben auf beiden Seiten des Limpopo. Auch Johannes hat Verwandte jenseits der Grenze, die einst die Kolonialmächte gezogen haben. Sie sollen nun schrittweise fallen: erst für Elefanten und Antilopen, dann für die Menschen. Der südafrikanische Nationalpark soll zu einem Dreiländerpark erweitert werden. 2006 haben sich die Nachbarn auf diesen grenzüberschreitenden Friedenspark geeinigt. 2009 fanden sie mit Greater Mapungubwe auch einen gemeinsamen Namen:

"Ich finde es nicht gut, dass man immer noch seinen Pass zeigen muss, unsere Vorfahren mussten das nicht. Deswegen halte ich den Friedenspark für eine gute Idee, wenn die Grenzzäune fallen und die Tiere sich frei bewegen können und die Urlauber auch, wenn sie mal eben von hier nach Simbabwe wollen oder nach Botswana – ohne diese Pass-Scherereien. Eine gute Idee."

Koordinator des Projekts ist Johan Verhoef von der Friedensparkstiftung, die einst Nelson Mandela mitbegründet hat und die auch von der deutschen Entwicklungsbank KfW unterstützt wird. Die Stiftung hat an den Grenzen Südafrikas bereits zehn grenzüberschreitende Gebiete geschaffen, eines davon, der Kalahari-Park mit Namibia und Botswana funktioniert schon heute reibungslos. Die Vision eines Größeren Mapungubwe umfasst ein Areal, das gut acht Mal so groß ist wie der 30.000 Hektar kleine Mapungubwe-Nationalpark in Südafrika.

Verhoef: "Es muss grenzüberschreitender Tourismus stattfinden, damit es funktioniert. Es müssen Zäune fallen und an den Außengrenzen neue aufgebaut werden. Wir haben ein Elefantenproblem im Nord-Tuli Park in Botswana, eine riesige Überpopulation. Also öffnen wir den Elefanten neue Lebensräume. Das ist ein Grundstein, aber wir müssen auch der Bevölkerung Perspektiven geben."

Johan Verhoef sieht den Park auf einem guten Weg. Bis 2014, so hofft er, soll der freie Reiseverkehr im Dreiländerpark funktionieren. Die größten Hürden türmen sich auf simbabwischer Seite auf. Der Grenzübertritt über die Beit-Bridge, der meist frequentierte Grenzübergang im südlichen Afrika, ist für jeden Besucher ein Ärgernis.

Auch Johan Verhoef und seine Kollegen von der Stiftung kämpfen sich jedes Mal wieder durch den endlosen Papierkram – und wer endlich drüben ist, auf dem Weg zu den simbabwischen Mapungubwe-Verwandten, muss mit weiteren Hindernissen rechnen. Es ist finster inzwischen, das Auto der Friedensstifter wird an einer Straßensperre gestoppt. Kriegsveteranen, die Prügeltruppe Robert Mugabes, betätigen sich als Wegelagerer.

Aber es gibt immer weniger zu tun für sie. Seit Simbabwe von einer Einheitsregierung geführt wird, schwindet Mugabes Macht. Wirtschaftlich geht es seit zwei Jahren leicht bergauf und die politische Gewalt ist seltener geworden. Und die Kriegsveteranen haben erst recht nichts mehr zu tun. Kein Einkommen, nichts zu essen. Man bleibt besser schön freundlich zu ihnen. Dann darf man fahren, ohne Wegezoll.

Dann aber ist es wirklich geschafft für den Besucher, ob Journalist oder Friedensparkmanager. Denn Volk ist von dem Projekt begeistert – nach traditioneller Venda-Art werfen sich die Frauen vor ihren Gästen buchstäblich in den Staub.

Die Frauen wissen: Alles, was heute oder morgen kommt, kann nur besser sein. Der Groß-Mapungubwe-Park soll auf simbabwischer Seite kommunales Land, Jagdgebiete und die letzten weißen Farmen vereinen, politische Feinde zusammenbringen und selbst den Kriegsveteranen eine Perspektive geben. - Das Nottingham-Anwesen ist eine Wirtschaftszone mittendrin. Dem weißen Besitzer gehören nur noch zehn Prozent. Alles andere haben Mugabes Truppen in ihrem Krieg gegen die weißen Siedler enteignet. Reden möchte der Farmer nicht über das letzte, das gute Zehntel: seine Zitrusfarm. Aber kann er sicher sein, dass Mugabes Schergen nicht auch noch das letzte Zehntel holen?

Gern zeigt der Farmer seine Schätze. Er will aber nicht zitiert werden, nicht auffallen. Natürlich kennt er die kulturhistorischen Verbindungen zu Mapungubwe auf der anderen Seite der Grenze. Schließlich hat er selbst Höhlen und Felszeichnungen, Ruinen, Masken und Pfeilspitzen auf seinem Gelände gefunden. Und hofft, dass der Dreiländerpark seinen Status sichert.

Sein Nachbar Digbey Bristow ist da viel offensiver. Seine Farm Sentinel kennt jeder. Und ihn auch. Bristow hat einen Separatfrieden geschlossen mit den Kriegsveteranen. Sie haben das Farmhaus besetzt, leben in Sichtweite auf seinem Land, reden mit, wenn Gäste kommen: Jäger aus den USA oder Südafrika:

"Ich glaube, mein Überleben habe ich dem Dialog zu verdanken. Ich bin Probleme immer direkt angegangen, ohne Angst. Auch das bedrohlichste, nämlich die Kriegsveteranen. Sie schätzen meine direkte Art. So sind wir Freunde geworden. Ja, ich bin aus meinem Haus geworfen worden, und ja, die Kriegsveteranen leben mit uns auf dem Grundstück. Aber ich gebe nicht auf. Ich glaube fest daran, dass sie mich genau so brauchen wie ich sie."

Der Dreiländerpark ist seine Passion, sein Überlebenselixier. Ist der Status erst trilateral geregelt, so seine Kalkulation, kann sich auch keiner mehr so einfach seine Farm aneignen.

Johan Verhoef, der Koordinator des Größeren Mapungubwe Parks, glaubt fest an diese Brückenbildung. Als Südafrikaner mit burischer Herkunft liegt ihm das Wohl der letzten weißen Farmer auf der simbabwischen Seite am Herzen:

"Zu den Besitzern, ähm, den früheren Farmbesitzern in dieser Region habe ich sehr gute Arbeitsbeziehungen und versuche, sie in das Gesamtkonzept einzubinden. Ich weiß, da schwingt eine Menge Bitterkeit über die Vergangenheit mit. Sie mussten ihre Häuser verlassen und so weiter. Aber vielleicht ist der grenzübergreifende Park ein Vehikel, um ihnen neue Hoffnung zu geben. Ein Einkommen. Ein neues Leben."

Im Juni 2009 bekam der Dreiländerpark seinen offiziellen, noch etwas sperrigen Namen: "Greater Mapungubwe Transfrontier Conservation Area". Auf einer Sandbank zwischen den träge fließenden Limpopo und Shashe unterzeichneten die Minister aus Simbabwe, Botswana und Südafrika den Vertrag. Simbabwe als offizieller Gastgeber inszenierte die Übereinkunft wie einen Staatsakt.

Alle scheinen begeistert – wie der Landrat und Kommandeur der Kriegsveteranen, Albert Mdedzi:

"Ich bin davon überzeugt, dass sogar das Wild auf beiden Seiten miteinander verwandt ist und die Zäune deshalb nicht mag. Die Tiere wollen ihre Verwandten auf der anderen Seite sehen. Und dasselbe gilt doch auch für die Menschen. Wir freuen uns auf den Tag, an dem die Simbabwer ohne Grenzen nach Südafrika können und die Südafrikaner zu uns."

Selbst die schlachterprobten Kriegsveteranen wagen, jetzt zu träumen: von einem Leben ohne Krieg und Farmbesetzungen und Wegelagerei. Auch wenn sie öffentlich nicht gern drüber reden, wie Robson Molelo:

"Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sich auf der Farm Sentinel für uns ergeben haben und für die neuen Chancen: Wir passen auf die Tiere auf, auf die Elefanten, die Buschböcke, die Büffel. Damit Wilderer sie nicht wegschießen. Viele Arbeitslose werden durch den Park Jobs finden."

Schon sagen die Kinder in Simbabwe artig naturverbundene Gedichte auf: über die Tiere, die Umwelt und über sich, die Zukunft. In den Lehrplänen gehört das jetzt zusammen.

Aber die Gemeinden brauchen auch eine wirtschaftliche Perspektive. Maramani, ein kommunal-verwaltetes Gebiet ist so trocken, dass sich das Dorf kaum ernähren kann. Und das Bewässerungssystem hatten die Elefanten kaputtgemacht.

In Maramani hat die Friedensparkstiftung deshalb nicht nur die Bewässerungsanlage repariert, sondern, unter dem Jubel der Bauern, auch einen elektrischen Elefantenzaun drum herum gezogen.

Die Bauern werden nicht mehr angegriffen, ihr Korn und die Melonen nicht mehr weggefressen. Alle sind für den Park. Jubel in Maramani - Grenzen auf also, für Elefanten und Nachbarn! Aber ausgerechnet von der südafrikanischen Seite, die es mit ihrem Nationalerbe bisher doch so ernst meinte, kommt plötzlich ein Störfeuer. Die Regierung hat inmitten der beschaulichen Akazien- und Baobab-Landschaft, in nur 5,7 Kilometer Entfernung zum Weltkulturerbe, einen Steinkohle-Tagebau genehmigt. Schnell schuf der australisch-südafrikanische Konzern "Coal of Africa" vollendete Tatsachen, er baute schon, pflügte und ebnete ein, ehe über Umweltbeschwerden entschieden war. Trotz Verfahrensverstößen ist die Umweltbewilligung inzwischen erteilt. Anfang September beugten sich das Umweltministerium und die südafrikanische Nationalparkbehörde SANParks dem Druck der Kohle. Sie schlossen ein Abkommen mit Coal of Africa, dessen Inhalt nicht bekannt ist, aber angeblich weitreichende Verpflichtungen enthält: Schutz von Mapungubwe, Renaturierung, Artenschutz, Baumverpflanzungen.

Die Kohlegegner wollen sich damit nicht abfinden. Sie haben sich zur Mapungubwe Action Group zusammengeschlossen - auch die einflussreiche Friedenspark-Foundation ist dabei. Jeden erdenklichen juristischen Schritt wollen sie gehen, um das Riesenprojekt doch noch zu stoppen. Nick Hiltermann, der Vertreter der botswanischen Tuli-Region im Dreiländerpark, ist Vorsitzender der Aktionsgruppe:

"Wenn wir diese Klage verlieren, bekommen wir hier am Limpopo eine riesige, 86 Quadratkilometer große Kohlemine hingesetzt, nur fünf Kilometer von Mapungubwe entfernt. Wenn der Wind richtig steht, wehen nicht nur Ruß und Staub vom Tagebau herüber, dann ist da noch der Lärm. Die Simbabwer werden von ihrer Seite direkt auf die Mine gucken und vielleicht sogar auf ein Kraftwerk. Wir gehen davon aus, dass weitere Minen zugelassen werden, wenn diese hier durchkommt."

Ein Welterbe ist in Gefahr, vielmehr noch: Eine grenzüberschreitende Vision.

Oben auf dem Königsplateau steht der südafrikanische Ranger Johannes Maselesa und schüttelt nachdenklich den Kopf. Kohlebagger im 24-Stundenbetrieb, Hunderte Schwerlaster täglich, Ruß, Staub, Abgase und Lärm. Billige Bergarbeitersiedlungen. Sinkende Wasserspiegel, vielleicht noch ein Kraftwerk am Limpopo. Das alles will einfach nicht passen zur Zukunftsvision Mapungubwe.

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