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Kolonialherrschaft"Deutsche Verbrechen an Herero und Nama als Völkermord einstufen"

In den USA lebende Angehörige des Volksstamms der Herero stehen am 16.03.2017 vor dem Gericht in New York, USA, das sich mit dem Völkermord an den Stämmen der Herero und Nama, im heutigen Namibia, zu Zeiten der deutschen Kolonialherrschaft befasst.  (picture alliance / Johannes Schmitt-Tegge/dpa)
Angehörige des Volksstamms der Herero vor dem Gericht in New York, das sich mit dem Völkermord zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft befasst  (picture alliance / Johannes Schmitt-Tegge/dpa)

Politiker der Grünen und der Linkspartei haben die Bundesregierung aufgefordert, die Aussöhnung mit den namibischen Volksgruppen der Herero und Nama voranzubringen.

Grünen-Fraktionschef Hofreiter sagte im ZDF, dafür müssten vor allem die Verbrechen der einstigen Kolonialmacht Deutschland als Völkermord anerkannt werden. Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Bartsch, kritisierte, es sei unglaubwürdig, über den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich zu sprechen, wenn Deutschland sich nicht zu seiner eigenen historischen Verantwortung bekenne.

Zwischen 1904 und 1908 hatten deutsche Truppen zehntausende Herero und Nama im damaligen Südwest-Afrika getötet, dem Gebiet des heutigen Namibia. Seit 2015 führt Deutschland darüber Gespräche mit der Regierung in Windhuk. Nachfahren der damaligen Opfer haben in den USA Klagen gegen die Bundesrepublik eingereicht.

Diese Nachricht wurde am 14.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.