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Kolumbien2017 doppelt so viel Regenwald abgeholzt wie 2016

Flug entlang des Äquators über dem Amazonas-Regenwald. (Julio Segador)
Blick von oben: der Amazonas-Regenwald (Julio Segador)

Die Abholzung im kolumbianischen Amazonasgebiet hat sich laut einem Bericht der Regierung in Bogotá beschleunigt.

Grund sind demnach die verstärkte Viehzucht und der Straßenbau in bislang abgelegenen Gebieten. Auch der illegale Anbau von Kokasträuchern und die Holzgewinnung spielten eine Rolle. Die Daten basieren auf Satellitenbildern. Demnach wurden im vergangenen Jahr mehr als 140.000 Hektar Wald abgeholzt, mehr als doppelt so viel wie noch 2016.

Auf Kolumbien entfallen gut zehn Prozent des Amazonasgebiets. Mehr als die Hälfte liegt in Brasilien. Wegen der schlechten Wirtschaftslage in Brasilien hatte sich die Entwaldung des Regenwalds dort im vergangenen Jahr verlangsamt.

Diese Nachricht wurde am 16.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.