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StartseiteMusikszeneU mio cantu06.06.2017

Korsischer GesangU mio cantu

In Korsika gibt es seit langem eine starke Unabhängigkeitsbewegung. Nach den Repressalien der französischen Regierung, wie dem Verbot der korsischen Sprache in Schule und Verwaltung, drohte Korsika während des 20. Jahrhunderts aus dem Gleichgewicht zu geraten und seine Identität zu verlieren. Doch es kam anders.

Von Philipp Quiring

Konzert von amarcord im Rahmen des Int. Festivals für Vokalmusik a capella Leipzig 2017. (Dreieck Marketing / Holger Schneider)
Vertreter des traditionellen korsischen Gesangs: das Ensemble A Filetta, hier beim Leipziger a cappella Festival (Dreieck Marketing / Holger Schneider)

In einzelnen Bergdörfern konnten Schätze der traditionellen korsischen Gesangskunst teilweise konserviert werden, andere wiederum gingen verloren. Über mehrere Familiengenerationen hinweg wurden die polyphonen Gesänge weitergereicht und somit entwickelte sich auch die Kraft für ein kulturelles Bewusstsein, das sich vom Jahr 1970 ausgehend zunehmend offenbarte. Mit der Übersiedlung von den kleinen Bergdörfern in die größeren Städte sowie durch Musikgruppen wie Chjami Aghjalesi, A Filetta oder Canta u Populu Corsu entlud sich in wenigen Jahren das kulturelle Potential der gesamten Insel. Musikinstrumente hängen an einer Wand. (Philipp Quiring)Traditionelles korsisches Instrument: die Cetera (Philipp Quiring)

Es ist eine Gesellschaft, die sich im Wandel befindet und in der die traditionellen geistlichen und weltlichen Gesänge mit modernen Elementen kunstvoll verwoben werden und längst nicht mehr ausschließlich nur Männern vorbehalten sind.

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