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Kritik an Weltklimakonferenz"Die Ureinwohner so vor den Kopf zu stoßen ist beschämend"

Das COP 23 Gelände der UN-Klimakonferenz 2017 im ehemaligen Regierungsviertel.  (imago stock&people)
Das Gelände der UNO-Klimakonferenz 2017 im ehemaligen Regierungsviertel Bonn (imago stock&people)

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat den bisherigen Verlauf der Weltklimakonferenz kritisiert.

Die Brasilien-Expertin der Gesellschaft, Eliane Fernandes Ferreira, sagte in Bonn, die Repräsentanten indigener Völker, die aus allen Teilen der Welt angereist seien, kämen nicht zu Wort. Sie warteten seit Tagen darauf, als gleichwertige Verhandlungspartner einbezogen zu werden. Zudem sei ihnen ein zu kleiner Pavillon für den Austausch untereinander zugewiesen worden. Es gebe nur Platz für 40 Personen. Ferreira führte aus, die Ureinwohner so vor den Kopf zu stoßen sei beschämend. Sie seien die ersten Opfer des Klimawandels und auf intakte Ökosysteme angewiesen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker kündigte an, am Montag offiziell Beschwerde gegen eine Ausgrenzung der Indigenen einzulegen.

Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen beraten derzeit mehr als 23.000 Teilnehmer aus 197 Ländern. Ziel ist es, das Pariser Klimaabkommen von 2015 zu konkretisieren.