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Seit 11:35 Uhr Interview der Woche
StartseiteBücher für junge LeserDie besten 7 Bücher für junge Leser im Mai02.05.2015

Kritik Die besten 7 Bücher für junge Leser im Mai

Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Mai. Vorgestellt von Ute Wegmann.

Moderation: Hajo Steinert

An der Decke über dem Stand der Kooperation Kinder- und Jugendbuch des Deutschen Taschenbuch Verlages (dtv) hängen am 14.03.2014 auf der Leipziger Buchmesse in Leipzig (Sachsen) Bücher an Fäden. (picture alliance / dpa / Arno Burgi)
Kinderbücher hängen an Fäden. (picture alliance / dpa / Arno Burgi)
Weiterführende Information

Kritik - Die besten 7 Bücher für junge Leser im April
(Deutschlandfunk, Bücher für junge Leser, 04.04.2015)

Kritik - Die besten 7 Bücher für junge Leser im März
(Deutschlandfunk, Bücher für junge Leser, 07.03.2015)

Kritik - Die besten 7 Bücher für junge Leser im Februar
(Deutschlandfunk, Bücher für junge Leser, 07.02.2015)

Kritik - Die besten 7 Bücher für junge Leser im Januar
(Deutschlandfunk, Bücher für junge Leser, 03.01.2015)

1. Isabel Pin: Der Bär hat Geburtstag

Verlag Beltz & Gelberg, 24 Seiten, € 12,95/SFr 18,60                         
ab 3

Der Bär will Geburtstag feiern und hat seine Freunde eingeladen. Aber ob sie auch alle kommen werden? Isabel Pin fühlt sich auf charmante Weise in die Gedanken und kleinen Sorgen von Kindern ein.

Geburtstage sind aufregend! Vor allem wegen der Feier. Ob auch alle Freunde des Bären kommen werden? Sie sind nämlich sehr beschäftigt … Das Eichhörnchen zum Beispiel sammelt den ganzen Tag Nüsse. Und der Fuchs ist sehr viel unterwegs. "Auweia!", denkt der Bär. Wird er etwa ganz alleine an seinem Geburtstag sein? Aber zum Glück ist seine Sorge unberechtigt – und am Ende feiern alle gemeinsam ein großes Fest!

 

2. Jutta Bauer: Limonade

Aladin Verlag, 24 Seiten, € 12,90/SFR 18,60
ab 5

Das Mädchen hat Geburtstag. Alle, die sie eingeladen hat, sind gekommen: die Sonne, Mutter, der Brombeerbusch, Dachs, Dackel und Gundi. Es gibt Limonade, selbstgemachte Limonade. Da klopft es an der Tür. Was kann das sein? Der Tod steht vor der Tür und erweist sich als gute Gesellschaft.

 

3. Christiane Pieper: Landei

Edition Moderne, 126 Seiten, € 19,80/SFR 28,-
ab 12

Inga wächst mit ihrer Schwester Greta, ihren Eltern und jeder Menge Tieren auf dem Bauernhof auf. Die Welt der Erwachsenen ist oft rätselhaft und wirft jeden Tag neue Fragen auf, auf die sich Inga ihren eigenen Reim macht. Ganz besonders beschäftigt sie die Frage, wie sie wohl sein wird, wenn sie mal erwachsen ist. So wie die Frauen im Fernsehen – oder lieber doch ganz anders? Außerdem will der eigene Körper entdeckt werden, und da sind Mamas Aufklärungsversuche nicht immer hilfreich …

Die bekannte Kinderbuchillustratorin Christiane Pieper erzählt mit viel Liebe und Humor eine Kindheit auf dem Lande im Deutschland der Sechzigerjahre, abseits von Mauerbau, Wirtschaftswunder, Studentenprotesten und sexueller Revolution. Auf dem Bauernhof ist die Welt überschaubar, bietet aber trotzdem unendlich viel Raum für kleine Abenteuer und große Erkenntnisse.

 

4. María Julia Díaz Garredo / David Daniel Álvarez Hernández:
Als die Vögel vergaßen, Vögel zu sein

Aus dem Spanischen von Lydia Thiessen
Aracari Verlag, 32 Seiten, € 14,90/SFR 23,90                            
ab 7

Diese Geschichte, dargestellt in wunderschönen Illustrationen in schwarz und weiß, bietet viel Stoff zum Nachdenken über die Entwicklung einer Gesellschaft. "Als die Vögel vergaßen, Vögel zu sein" mit dem Originaltitel "Bandada" gewann den "5. Internationalen Preis von Compostela für illustrierte Bücher".

 

5. Reiner Engelmann: Der Fotograf von Auschwitz

cbj, 192 Seiten, € 14,99/ SFR 21,90
ab 13

Das erschütternde Dokument eines Zeitzeugen

Als Wilhelm Brasse (1917-2012) mit 22 Jahren in das Stammlager Auschwitz eingeliefert wird, ahnt er nicht, dass er als gelernter Fotograf zum Dokumentarist des Grauens wird. Seine Aufgabe ist es, die KZ-Insassen zu fotografieren. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht werden. Menschen, die von Josef Mengele zu "medizinischen Forschungsarbeiten" missbraucht werden und denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis zu geben von dem unfassbaren Grauen. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt und schreibt sein Leben für Jugendliche auf. Ein erschütterndes Dokument – wider das Vergessen.

Mit Originalfotos aus dem Museum Auschwitz.

 

6. Michael Morpurgo / Gemma O’Callghan: Nur Meer und Himmel

Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Fischer Verlag, 56 Seiten, € 14,99/SFR 21,90                            
ab 10

Bestsellerautor Michael Morpurgo erzählt von der langsamen Annäherung eines Kriegsversehrten und seines Enkelsohns

Seit Michael denken kann, fürchtet er sich vor den Besuchen seines Großvaters. Nicht, weil dem alten Mann mehrere Finger fehlen und sein Gesicht von Verbrennungen entstellt ist, sondern weil seine Eltern in seiner Gegenwart so angespannt sind. Was dem Großvater zugestoßen ist – darüber spricht niemand. Nur Michael hört nicht auf, sich diese Frage zu stellen, und eines Tages bricht der Großvater das Schweigen.

Michael Morpurgo ist ein brillanter Erzähler – zusammen mit den farbigen Illustrationen von Gemma O’Callaghan brennt diese Geschichte lichterloh, bis ganz am Ende so etwas wie Frieden einkehrt.

 

7. Marco Kunst und Philip Hopman: Flieg!

Aus dem Niederländichen von Rolf Erdorf
Gerstenberg Verlag, 160 Seiten, € 12,95/SFR 18,60                           
ab 9

Marius ist ein kleiner Träumer. Am liebsten ist er bei Opa: Zusammen gehen sie am Strand spazieren, bauen Drachen oder schauen nachts die Sterne am Himmel an. Bei Opa ist er nicht der kleine Maus, wie ihn sein Vater immer nennt, und auch nicht Mucki oder Maas, sondern einfach Marius. Doch auf dem Weg zu Opa, der mitten in den Dünen wohnt, muss Marius an der Klinik vorbei, vorbei an dem Mann mit den großen Händen, der ihn immer so seltsam anschaut. Und der nicht nur ihn, sondern auch seinen Opa zu kennen scheint! Und dann gibt es da noch diesen Jungen, der von allen nur Vogelkacke genannt wird und der Marius auf dem Kieker hat. Marius kommt einer Geschichte auf die Spur, die in Opas Kindheit ihren Anfang nahm und der sich nun Marius stellen muss.

Atmosphärisch und einfühlsam erzählt Marco Kunst vom Erwachsenwerden und davon, seine Flügel auszubreiten und zu fliegen!

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