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StartseiteBücher für junge LeserDie besten 7 Bücher für junge Leser im Monat Februar03.02.2018

Kritik Die besten 7 Bücher für junge Leser im Monat Februar

Miteinander und Gegeneinander, darum geht es in zwei der besten Kinder- und Jugendbücher im Monat Februar. Ebenfalls auf der Empfehlungsliste: der neue Roman von John Green über unkontrollierbare Ängste und Gedanken.

Ute Wegmann

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Buchcover von John Green: "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" (Hanser Verlag / imago stock&people/ Erwin Wodicka)
Die Februar-Auswahl von spannenden Büchern für Kinder und Jugendliche (Hanser Verlag / imago stock&people/ Erwin Wodicka)
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John Green: "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" Es geht weiter, das Leben

Finn macht es anders
Von Andrea Liebers & Susanne Göhlich (Illustration)
Peter Hammer Verlag, 32 Seiten, € 9,90                                                        ab 6

Jeden Morgen nehmen die drei ihm das Pausenbrot weg. In jeder Pause malen sie in sein Heft. Wie bloß soll Finn sich wehren? Da steht eines Tages die Polizei in der Klasse 3b und die drei Jungs werden verdächtigt, ein Auto beschädigt zu haben. Zur Überraschung aller mischt Finn sich ein. Eine Mobbinggeschichte für Erstleser, großzügig bebildert.

Smon Smon
Von Sonja Danowski
NordSüd Verlag, 48 Seiten, € 20,-                                                       ab 6

"Morgens hängt das Smon Smon sein letztes Ron Ron neben sein Won Won an ein Lon Lon und schwimmt in einem Ton Ton davon." In einer Welt der langhalsigen Smon Smons und kleinen Klon Klons sowie fliegenden Flon Flons muss man Nahrung besorgen, sich gegenseitig helfen und fühlt sich zu zweit am allerbesten.

Fremde Wesen, fremde Früchte, eine fremde Umwelt hat Sonja Danowski geschaffen, in der es letztlich um das Wesentliche geht: das Miteinander. Starke Bildtafeln in erdigen warmen Tönen.

Der Elefant auf dem Trampolin
Gedichte zum Größerwerden
Von Lutz Rathenow und Egbert Herfurth (Illustration)
leiv Verlag, 84 Seiten, € 12,90                                                            ab 4

Gedichte, Balladen und Lieder über zornige Nashörner oder Gartenzwerge, die Osterhasen vertreiben, aber auch über Popel und Schnupfen und einen Riesen mit zu kleiner Nase. In 63 mal kürzeren, mal längeren Formaten, gereimt und sprachspielerisch, präsentiert sich eine Kinderwelt. Farbprächtig, klug und heiter bebildert.

Bikos letzter Tag
Von Saskia Hula und Eva Muszynski (Illustration)
Klett Kinderbuch, 32 Seiten, € 14,-                                                      ab 4

Immer hat er auf alle aufgepasst, plötzlich ist er den ganzen Tag müde und alle Knochen tun ihm weh. Schlafen, das wünscht er sich. Biko erzählt von seinem letzten Tag bei seiner Familie, bevor der Vater ihn einschläfern lässt. Ein Buch über Abschied und Trauer, in zarten pastelligen Farbtönen.

ich#wasimmerdasauchheißenmag
Von Sarah Michaela Orlovský und Ulrike Möltgen (Illustration)
Tyrolia Verlag, 217 Seiten, € 17,95                                                      ab 13

"Wann ist man freiwillig man selbst?", fragt sich Nono, 15 Jahre, auf der Suche nach der Schublade, in die sie passen könnte. Was will ich? Was macht mich aus? Wer bin ich? – das sind ihre Fragen. Schreibend tastet sie sich Schicht um Schicht weiter.

Eine Tagebuch-Collage, heiter und temporeich erzählt, mit klugen Wortspielen und Worterfindungen und mit zarten schwarz-weißen Tuschezeichnungen.

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Von John Green
Aus dem Englischen von Sophie Zeitz
Hanser Verlag, 285 Seiten, € 20,-                                                                 ab 13

In Wellen kommen die Gedanken und mit ihnen die Ängste. Unkontrollierbar. Angst vor Bakterien, Angst vor Keimen, Angst vor dem Tod. Als Freundin Daisy vorschlägt, den vom FBI gesuchten Vater eines Freundes von Aza zu suchen, um eine Belohnung zu kassieren, bedeutet das für Aza Kontaktaufnahme.

Was aber, wenn der Junge nett ist und man sich verliebt, wenn man aber diese Gedanken und Ängste nicht in den Griff bekommt? Ein berührender Roman über eine psychische Erkrankung und den langen Weg der Akzeptanz, um damit zu leben.

Good Night Stories For Rebel Girls
100 außergewöhnliche Frauen
Von Elena Favilli und Francesca Cavallo
Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Hanser Verlag, 224 Seiten, € 24,-                                                                 ab 12

"Ich werde ihnen zeigen, was ich aus meinem Leben machen kann."

Dieses Zitat der jungen Aktivistin Balkissa Chaibou aus Niger, die sich gegen die Zwangsheirat wehrte, weil sie zur Schule gehen wollte, um Medizin zu studieren, könnte man allen Frauenporträts voranstellen. Ob Mathematikerin, Sängerin, Sportlerin, Künstlerin – 100 kämpferische, besondere Frauen werden auf jeweils zwei Seiten in Wort und Bild porträtiert. Vielfältig und bunt bebildert von 100 Illustratorinnen. Ein starkes Buch für starke Mädchen (und starke Jungen).

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