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StartseiteVerbrauchertippDer Weg zur Wunschküche29.09.2017

KüchenplanungDer Weg zur Wunschküche

Kühlschrank, Herd und Waschbecken - fertig ist die Küche, oder? Wer eine individuellere Einbauküche haben will, sollte sich kompetenten Rat holen. Doch was tun, wenn die Kühlschranktür beim Öffnen trotzdem an die Fensterbank stößt?

Von Anne Sailer

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Vater und  Sohn beim Pizzabacken (imago / Westend61)
Eine Küche soll Jahrzehnte halten (imago / Westend61)
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Ein Herd, ein Kühlschrank und genügend Stauraum für Vorräte und Geschirr - das soll eine Küche bieten, doch heute reicht das längst nicht mehr, meint Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft "Die moderne Küche":

"Eine Standardküche als solches gibt es heutzutage nicht mehr. Die Küchen werden vielmehr individuell geplant und das auch schon fast in allen Preisbereichen. Ansonsten bekommen sie in ihre Küche hineingeplant, auf ihre Kochgewohnheiten abgestimmt, eine perfekte, individuelle Einbauküche."

Deswegen ist es wichtig, sich vor dem Kauf einer Küche folgende Fragen zu stehen: Wie oft koche ich und für wie viele Leute? Wie oft kaufe ich ein? Welchen Stauraum benötige ich? Welche Küchengeräte brauche ich auf jeden Fall? Welche Möbel? Und - ganz wichtig - decken sich meine Vorstellungen mit dem Platzangebot? Aber auch hier kann man, so Kirk Mangels, die Gegebenheiten ändern. Manchmal sei es sogar angebracht, die Wand zwischen Küche und Wohnzimmer herauszunehmen. Häufig reicht aber auch eine durchdachte Aufstellung von großen Geräten wie Kühlschrank, Herd oder Spülmaschine:

"Gleiches gilt für clevere Apothekenschränke, clevere Eckschanklösungen, da gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die man aber am besten in einem Beratungsgespräch mit einem Küchenspezialisten erörtert."

Nicht alleine planen!

Denn: Der größte Fehler bei der Einrichtung einer Einbauküche bleibt, diese allein planen zu wollen. Susanne Scheffer von der Fachzeitschrift "KüchenDesignMagazin" aus München empfiehlt, selbst ausführlich über die eigenen Wünsche an die Küche nachzudenken, bevor man Fachpersonal hinzuzieht. Sechs bis acht Wochen seien durchaus angebracht. Und sie weist noch auf etwas anderes hin:

"Ein großer Fehler ist es zunächst einmal, zu modisch, zu bunt, zu extravagant zu planen. Man muss sich bewusst machen, dass eine Küche 15 bis 20 Jahre Bestand hat. Wenn ich jetzt eine orangene, hellgrüne oder gelbe Küche beispielsweise habe, geht mir die vielleicht auch schon nach fünf Jahren auf die Nerven. Ratsam ist es hier, die Farbe eher über die Wand auszuleben, in dem ich zum Beispiel die Küche bunt streiche und bei der Küchenfarbe selbst, um bei der Front- und bei den Arbeitsflächen eher gedeckte Farben zu nehmen."

Falsche Planung führt oft zu Streit

Küchen sind nicht selten Gegenstand von Klagen, so Scheffer:

"Wenn es zu Klagen kommt, resultieren die daraus, dass der Küchenplaner nicht nochmal vor Ort war und die Situation geprüft hat und dann eventuell den Kühlschrank beim Öffnen doch an die Fensterbank stoßen lässt, das ist nicht hinnehmbar, das ist aber auch nicht mehr änderbar. Das heißt, wer jetzt hier mit dem Küchenstudio plant, lässt den Küchenprofi sich vor Ort das Ganze mal anschauen mit allen Besonderheiten und die sorgen dann im besten Fall für kostenlosen Umtausch oder Ersatz. Das ist dann beim Möbelhaus eher unrealistisch, dass man immer den gleichen Ansprechpartner hat. Auch von der Planung, von der Montage her, da sollte man in einem Küchenstudio einen Ansprechpartner finden und an den kann man sich immer wenden, wenn was sein sollte."

Eine Einbauküche reißt nicht zwangsläufig ein Riesenloch ins Familienbudget. Im Durchschnitt geben die Deutschen 6000 bis 8000 Euro für eine Küche aus - aber bereits für rund 3000 Euro bekommt man eine individuelle und funktionelle Küche.

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