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StartseiteStreitkulturBrauchen wir eine Ethik der Algorithmen?29.04.2017

Künstliche IntelligenzBrauchen wir eine Ethik der Algorithmen?

Sie steuern unsere Autos, schürfen unsere Daten, prüfen, ob wir einen Kredit bekommen: Algorithmen. Künstliche Intelligenz hat immer mehr Einfluss auf unseren Alltag. Brauchen wir also eine Ethik der Algorithmen? Darüber streiten der Informatiker Stefan Ullrich und Rasmus Rothe, Gründer einer Firma für Künstliche-Intelligenz-Anwendungen.

Diskussionsleitung: Manfred Götzke

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Stefan Ullrich, Sprecher der Fachgruppe Ehtik und Informatik bei der Gesellschaft für Informatik (links) und Rasmus Rothe, Gründer der Firma Merantix.  (Svea Pietschmann/CC-by Frl. v. Phön)
Stefan Ullrich, Sprecher der Fachgruppe Ehtik und Informatik bei der Gesellschaft für Informatik (links) und Rasmus Rothe, Gründer der Firma Merantix. (Svea Pietschmann/CC-by Frl. v. Phön)
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Angesichts der wachsenden Bedeutung von Algorithmen im Alltag, stellt sich auch die Frage, ob wir der Macht der Künstlichen Intelligenz Grenzen setzen müssen?

Stefan Ullrich, Sprecher der Fachgruppe Ehtik und Informatik bei der Gesellschaft für Informatik: 

"Ja, wir müssen unsere bisherigen Regelungen und ethischen Leitlinien aktualisieren, um den Herausforderungen der heuristischen Revolution begegnen zu können. Die Algorithmen waren den technischen Laien schon nicht ganz geheuer, doch die nun eingesetzten Heuristiken erlauben es nicht einmal den Technikerinnen und Technikern, in die "black box computer" zu blicken. Die »smarten« Computersysteme werden immer ungeheurer."

Rasmus Rothe, Gründer der Firma Merantix, ein Berliner Startup, das Künstliche-Intelligenz-Anwendungen entwickelt:

"Algorithmen, also Maschinen die automatisiert Entscheidungen treffen, werden in den nächsten Jahrzehnten an Wichtigkeit zunehmen und nicht mehr wegzudenken sein. Wir Menschen bauen diese Systeme und deswegen liegt es auch in unserer Hand, sie so zu programmieren, dass sie im Guten handeln. In Zukunft wird man beispielsweise im Auto als Fahrer ein Buch lesen können, während ein Computer von Berlin nach München steuert. Software wird dem Arzt helfen, auch den seltensten Tumor zu finden. Ich glaube, dass diese Fortschritte unser Leben im positiven beeinflussen und unsere Gesellschaft entlasten werden. Dies gibt uns mehr Zeit für die wichtigen sowie schönen Dinge des Lebens."

Dieses Gespräch können Sie sechs Monate lang in unserem Audioarchiv nachhören.

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