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Küste im Aufwind

Russlands Riviera an der Ostsee

Von Henning von Löwis

Stadtansicht des russischen Kaliningrad mit dem Fluss Pregolje (picture alliance / dpa - Soeren Stache)
Stadtansicht des russischen Kaliningrad mit dem Fluss Pregolje (picture alliance / dpa - Soeren Stache)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus Rauschen Swetlogorsk, aus Cranz Selenogradsk, aus Neukuhren Pionerskij. Ostpreußens Seebäder verschwanden für Jahrzehnte hinter dem Eisernen Vorhang und fristeten ein Schattendasein als mehr oder minder heruntergekommene Kurorte.

Mancherorts schien die Zeit stillzustehen. Seit einigen Jahren geht es spürbar aufwärts an der Bernsteinküste. Überall wird gebaut, immer mehr Nobelherbergen werben um Gäste, betuchte Moskowiter errichten Villen am Meer.

Eine moderne Autobahn verbindet jetzt Kaliningrad (Königsberg) mit der Küste.

Spektakulärstes Projekt: die neue Residenz der russischen Regierung in Neukuhren mit weit ins Meer hinausragender Mole.

Angesichts des Baubooms kommt es immer wieder zu Konflikten mit Natur- und Umweltschützern.

So wurde einer der schönsten Strände im russischen Ostpreußen teilweise gesperrt, um Bernstein abzubauen.


(DLF 2011)

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