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Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

Heimat"Keine Scholle, an der man kleben muss"

Die Autorin Terézia Mora ist in Ungarn geboren und lebte dort 19 Jahre lang. Dann zog sie nach Berlin. Die Stadt sei für sie zwar nicht ihre Heimat, aber durchaus ihr Zuhause, sagte Mora im DLF. Wenn es gut laufe, binde Heimat den Menschen nicht an sich. Sie sei dann vielmehr ein stabiler Kern, den man in sich trage.


Angst vor TerrorismusDas Prinzip Zivilcourage

Nach den Gewalttaten in Ansbach, München und Würzburg steigt die Angst vor Terrorismus. Wie soll man ihr begegnen? Der Konfliktforscher Andreas Zick forderte die Anwendung des "Prinzips Zivilcourage". Dazu gehöre, sich in Gefahrensituationen Schutz zu suchen statt "minutenlang mit dem Handy draufzuhalten" - und auch mehr Aufmerksamkeit für die Mitmenschen, sagte er im DLF.


Theaterfestival von Avignon in Krisenzeiten"Die ganze Kulturszene mobilisiert sich"

Das Theaterfestival von Avignon ist ein großes Fest. Doch in diesem Jahr lässt die Feierstimmung zu wünschen übrig: Terroranschläge und der Streit um das Arbeitsmarktgesetz haben Frankreich in Krisenstimmung versetzt. Die Künstler in Avignon geben sich dennoch kämpferisch.


Medienberichterstattung"Man präsentiert irgendwelche Pseudo-News"

Die Mediengesellschaft unserer Tage besitze eine offene Flanke, nämlich die Ungewissheit bei gleichzeitigem gefühltem Sofortsende-Zwang, sagte der Medienwissenschaftler Bernhard Pröksen im DLF. Es sei die Stunde der Experten, die aufträten und Deutungen und Interpretationen präsentierten. Das habe sich auch wieder bei den Ereignissen in München gezeigt.


DokumentationKunst und Politik am russischen Bolschoi-Ballett

Der Leiter des russischen Bolschoi-Balletts, Sergei Filin, wurde 2013 Opfer eines Säureattentats. Danach haben zwei britische Dokumentarfilmer Filin zwei Jahre lang begleitet - ohne das Rätsel um die Backstage-Dramen aufzulösen. Trotzdem bietet der Dokumentarfilm "Bolschoi Babylon" einen gelungenen Blick hinter die Kulissen des Theaters mit Konkurrenzkampf, Zensurversuchen und Schönheit.


Türkei nach dem Putschversuch"Die westliche Lebensart wird unter Beschuss genommen"

Der Leiter des Goethe-Instituts in Istanbul, Christian Lüffe, zeigt sich besorgt über das Vorgehen der türkischen Regierung nach dem Putschversuch und die Stimmung im Land. Der Unmut von AKP-Sympathisanten richte sich vor allem gegen westliche Intellektuelle, sagte er im DLF. "Es beginnt eine Hetzjagd auf alles, was nicht religiös-konservativ ist."


Nach dem PutschversuchSchriftsteller in der Türkei in "einer Art Schockstarre"

Der Putschversuch habe bei Schriftstellern in der Türkei alte Wunden aufgerissen, sagte Semra Uzun-Önder, Gründerin des "Literatürk"-Festivals, im DLF. Ihre Verunsicherung sei ins Unermessliche gesteigert:"Man kann von so einer Art Schockstarre reden."


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Nächste Sendung: 28.07.2016 17:35 Uhr

Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen

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Am Mikrofon: Stefan Koldehoff
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