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StartseiteFeatureDie Argentinien Connection26.01.2007

Kulturelles FeatureDie Argentinien Connection

Die Geschichte von William Mosetti und Adolf Eichmann oder: Wie während und nach dem Zweiten Weltkrieg über Argentinien Kapital und Kader recycelt wurden

Am 23. Mai 1960 gibt David Ben-Gurion bekannt: "Adolf Eichmann befindet sich in israelischer Haft". Nach jahrelangen Recherchen kommt Gaby Weber zu der Erkenntnis: Nicht der israelische Geheimdienst Mossad habe den "Buchhalter des Todes" in Argentinien dingfest gemacht, und auch die Motive dürften andere gewesen sein als bisher behauptet: Eichmann sei nicht entführt worden, weil er den Holocaust organisiert hatte, sondern weil er - er war bei Mercedes-Benz Argentina angestellt - zuviel wusste.

Von Gaby Weber

Adolf Eichmann in Jerusalem (AP Archiv)
Adolf Eichmann in Jerusalem (AP Archiv)
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Die Spur führt zu William Mosetti, der auf der Lohnliste von Standard Oil stand, der sich von der US-Army zum Geheimdienstagenten ausbilden ließ und der Ende der 50er Jahre von Daimler-Benz angeheuert wurde, um das in Argentinien beschlagnahmte Nazi-Vermögen zu legalisieren. Am 29. April 1960 wurde Mosetti Generaldirektor von Mercedes-Benz Argentina. Zwölf Tage später wurde Eichmann entführt. Er wusste offenbar von dem geheimen Pakt der Erdölindustrie mit den Nazigrössen und der deutschen Industrie.

Produktion: SWR/WDR/Deutschlandfunk 2006

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