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Kuratorin des "NSU-Tribunals""Selbstermächtigung und Selbstverpflichtung"

Ein Band mit der Aufschrift "Tribunal NSU-Komplex auflösen" liegt am 17.05.2017 bei einer Pressekonferenz in Köln auf einem Tisch. In einem öffentlichen Tribunal sollen die Täter benannt werden, die im NSU-Prozess nicht auf der Anklagebank sitzen. Das Projekt, dass am 17.05. am Schauspiel Köln beginnt, erstreckt sich über fünf Tage. (picture alliance / Rolf Vennenbernd / dpa)
Ein Band mit der Aufschrift "Tribunal NSU-Komplex auflösen" liegt am 17.05.2017 bei einer Pressekonferenz in Köln auf einem Tisch. (picture alliance / Rolf Vennenbernd / dpa)

Das Aktionsbündnis "NSU-Komplex auflösen" will ab sofort zusammen mit Angehörigen der Betroffenen und Opfer in einem Tribunal die Taten des NSU aufarbeiten.

Bis einschließlich Samstag sollen am Schauspiel Köln die Morde des NSU und strukturelle Rassismen thematisiert werden. Die Mitorganisatorin Alex Gerbaulet sagte im Deutschlandfunk, das Tribunal sei Selbstermächtigung und Selbstverpflichtung. "Wir wollen Wissen bündeln, das an vielen Stellen vorhanden ist, und denjenigen Gehör verschaffen, die vom NSU und von Rassismus betroffen sind." Der NSU-Komplex sei bei Weitem noch nicht aufgeklärt. Gerbaulet kritisierte, dass die Möglichkeit der Nebenkläger, vor Gericht zu sprechen, von vornherein sehr eingeschränkt worden sei. Es sei allein um die Taten gegangen und nicht darum, wie etwa Opfer und Angehörige behandelt worden seien.

Bei dem partizipativ angelegten Tribunal sollen Klage, Forderungen und ein "Manifest der Zukunft" gemeinsam mit den Teilnehmern entstehen.