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StartseiteDossierDer Libanese mit dem Trabi15.11.2013

Landarztmangel in BrandenburgDer Libanese mit dem Trabi

Amin Ballouz ist vielleicht der ungewöhnlichste Arzt in der Uckermark. Mit seinem Trabi fährt der 54-Jährige von Dorf zu Dorf, um seine Patienten zu besuchen. Der gebürtige Libanese floh in den 70er-Jahren vor dem Bürgerkrieg aus seiner Heimat, arbeitete in Schottland und England und landete schließlich in Schwedt an der Oder.

Von Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz

Ein kaputter taubenblauber Trabi in einem baumbestandenen Garten  (dpa / Jens Wolf)
Die Uckermark gehört zu den Regionen Deutschlands, in denen der Ärztemangel am größten ist. (dpa / Jens Wolf)

Die Uckermark gehört zu den Regionen Deutschlands, in denen der Ärztemangel am größten ist. Viele Landärzte finden keinen Nachfolger und verzweifeln, weil sie ihre Patienten nicht unversorgt zurücklassen wollen.

Für junge Ärzte sind Städte mit ihrer Infrastruktur und kulturellen Angeboten weitaus verlockender; auf das Landleben hat kaum jemand Lust: Vorwiegend alte und weit auseinander wohnende Patienten, weite Wege, lange Arbeitszeiten, wenig Geld. Das Dossier zeigt die schwierige Situation und wie Landesregierung, kassenärztliche Vereinigung und Kommunen versuchen, daran etwas zu ändern.


DLF 2013

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