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Seit 13:30 Uhr Zwischentöne

Lange Nacht

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Die Büste von Paolo Troubezkoi zeigt den russischen Schriftsteller Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828-1910). Tolstois bekannteste Werke sind die Romane "Krieg und Frieden" (1868-1869) und "Anna Karenina" (1878). (picture-alliance / dpa / Bifab)

Eine Lange Nacht über Krieg und Traumata"Sterben ist Erwachen"

"Krieg hat mich schon immer interessiert. Wie und aufgrund welchen Gefühls bringt ein Soldat den anderen um?" Krieg und Frieden - kein Thema hat Lew Tolstoi nachhaltiger beschäftigt. Wie aktuell sein Werk ist, das sich - 150 Jahre alt - immer wieder mit der Extremsituation des Krieges auseinandersetzt, belegt auf beklemmende Art ein Blick auf die Krisenherde der Gegenwart.


Schwarz-weißes Foto des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder bei Dreharbeiten. (dpa / aa / Frank Leonhardt)

Eine Lange Nacht über Rainer Werner Fassbinder"Liebe ist kälter als der Tod"

Er war die wilde Energie des neuen deutschen Films; der "Satansbraten", wie er sich selber nannte, der zwischen Leben und Kunst keinen Unterschied machte. Das ruhelose enfant terrible, das schon an der nächsten Arbeit war, bevor die vorige herausgekommen oder grandios gescheitert war. Rainer Werner Fassbinder hat eine ganz eigene Filmsprache und ein Empfinden für Räume und Beziehungen entwickelt.


Die Porträts von Hitler, Mussolini und Franco auf einer Postkarte aus dem Jahr 1937 (imago / United Archives International)

Eine Lange Nacht der Lieder aus den europäischen WiderstandsbewegungenSag nicht "niemals", bevor du den letzten Weg gehst!

Gegen Hitlers, Mussolinis und Francos Diktaturen und ihren Versuch, ein faschistisches Europa zu schaffen, leisteten Millionen Männer und Frauen im Untergrund Widerstand - mit und ohne Waffen. Ihre dramatische Geschichte - von Paris bis Athen, von den Bergen Norditaliens bis zu den Wäldern Russlands - spiegelt sich in unzähligen Liedern.


Aphrodite erhebt sich aus dem Meer - Trono Ludovisi - Palazzo Altemps (imago / United Archives)

Halb zog sie ihn, halb sank er hin

Die Lange Nacht der Wasserfrauen

Die Geschichte der literarischen Wasserfrauen beginnt früh. So beschreibt Homer in der "Odyssee" bereits den schönen Gesang der Sirenen als Sinnbild weiblicher Lockung zum Tode. Und während Skylla ein furchteinflößendes Wassergeschöpf ist, das die männlichen Gemüter in Angst und Schrecken versetzt, feiert Aphrodite, die Schaumgeborene, als schönste Frau des Meeres eine erstaunliche Karriere.


Nächste Sendung: 11.07.2015 23:05 Uhr

Lange Nacht
Allein in bester Gesellschaft
Eine Lange Nacht der Literarischen Cafés
Von Holmar Attila Mück
(Wdh. v. 02./03.06.2007)
Regie: Rita Höhne
"Habe die Ehre", wispert das Feuilleton hinüber zur Kritik; sie sitzen beide - Tag für Tag - dicht an der Tür, neben dem Zeitungsständer. Das ist der Ort der rasanten Feder. Denn jederzeit kann ein Redaktionsbote ins Refugium stürzen, um das 'Express-Erdachte' zur Druckerei zu expedieren. Das Drama, im hinteren Teil des Reviers Quartier bezogen, wendet sich bei diesem Akt genervt ab. Die Prosa hüstelt pikiert. Neben dem Kuchenbüffet keltert unberührt der Essay schweigend neue Erkenntnisse. Die Lyrik, vor grünen Ranken platziert, rümpft die Nase und bestellt flüsternd einen kleinen Kaffee; etwas größer darf das Glas Wasser schon sein …! Das muss oft über Stunden die Geister munter halten. Die Kellner helfen schon mal aus mit einem Verb, einem Synonym, einer Briefmarke oder Telefonmünze. Das meiste hier geht auf Kredit. Mitunter sitzen sie mit knurrendem Magen gebeugt über weißem Papier oder fleckigen Zeitungsrändern und entwerfen große Gedanken, Gestalten und Schicksale; einiges davon wird Weltliteratur. Diese Stammgäste kennt hier jeder: Peter Altenberg, Joseph Roth, Alfred Kerr, Stefan Zweig, Arthur Rimbaud, André Gide, Jean Genet, William Faulkner, Henry Miller, Ernest Hemingway, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Anna Seghers, James Joyce, Albert Camus, Michel Deguy, Sándor Petöfi, György Konrád, Franz Kafka … Die Kaffeehäuser sind ihre Wohn- und Arbeitszimmer und mache haben es zur Legende, zum Mythos gebracht: in Paris das de Flore, les Deux Magots, la Rotonde, de la Paix; in Wien das Hawelka, Central, den Herrenhof oder das Griensteidl; in Budapest das Gerbeaud, Eckermann oder Ruszwurm ... Heute sucht man dort die Dichter wohl zumeist vergeblich. Wie ein Exot wirkt, wer nach zwei Stunden immer noch am ersten Mokka nippt und auf Servietten herumkritzelt. Er erinnert aber - wie diese 'Lange Nacht' - an etwas, was viele für die sympathischste Weltanschauung hielten - das Literaturcafé.
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