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StartseiteDas Feature"Niemand kann es weiter bringen als zu sich selbst"14.08.2015

Literatur hinter Gittern"Niemand kann es weiter bringen als zu sich selbst"

Die Langeweile bekämpfen, sich disziplinieren, den eigenen Wortschatz bewahren, etwas tun, was man nie vorher getan hat und danach nie wieder tun wird: Es gibt viele Gründe, warum Andreas, Olaf und Benni, "Langsträfer" in der JVA Berlin-Tegel, ausgerechnet im Knast angefangen haben, eine Literaturgruppe zu besuchen.

Von Sophie Gruber

Gelaserte Stahlbleche ersetzten die Gitter an den Fenstern der Zimmer der neuen Sicherungsverwahrung in der JVA Tegel in Berlin. (dpa / picture alliance / Hannibal Hanschke)
Straftäter der JVA Berlin-Tegel haben angefangen, sich mit der Literatur zu beschäftigen. (dpa / picture alliance / Hannibal Hanschke)

Zu schreiben, einander vorzulesen. Tief im Innern lauert vielleicht sogar die Hoffnung auf literarischen Ruhm. Vorläufig schreiben sie für sich selbst, die Gruppe, die Familie. Für alle, die es interessiert - nur für einen nicht: ihren Therapeuten. Ihr Thema, sagen sie, ist nicht ihre Tat. Ihr Thema ist ihr Alltag im Knast. "Niemand kann es weiter bringen als zu sich selbst", schreibt Olaf. "Ich aber muss, wenn es mir zu fad wird, ich zu sein, notgedrungen ein andrer werden ..."

Das Feature gibt den Autoren ein kleines Stück Öffentlichkeit und die Chance, über sich zu erzählen.

Produktion: DLF 2015


Manuskript zur Sendung

"Niemand kann es weiter bringen als zu sich selbst." Literatur hinter Gittern (PDF-Format)

"Niemand kann es weiter bringen als zu sich selbst." Literatur hinter Gittern (Text-Format)

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