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Norbert Scheuer: "Die Sprache der Vögel"Flucht und Pilgerreise zugleich

Norbert Scheuer beim "Bücherfrühling" von Deutschlandradio Kultur auf der Leipziger Buchmesse 2015 (Deutschlandradio / Andreas Buron)

Von der Kritik wird Norbert Scheuer als wichtige Stimme der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wahrgenommen - seine Bücher werden häufig als "antiidyllische Heimatliteratur" verstanden. Im Mittelpunkt seines neuen Romans "Die Sprache der Vögel" steht ein junger Mann Anfang 20, der eine schwere Last mit sich herumträgt.

Wohnblocks aus den 60er- und 70er-Jahren im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois (picture-alliance / Robert B. Fishman)

Autorin Saphia Azzeddine Schwindelerregendes Spiel mit den Klischees

Die marokkanisch-französische Autorin Saphia Azzeddine hat als Einwanderin in Frankreich soziale Ausgrenzung, den Kampf gegen Benachteiligung und für einen Platz in der Gesellschaft selbst erlebt. In ihrem Roman "Mein Vater ist Putzfrau" zeigt sie das Leben in den Pariser Vorstadtgettos und den Versuch eines Jungen, dem zu entfliehen.

Anthony Doerr läuft durch Saint Malo. (picture alliance / dpa - Philippe Renaul)

Anthony DoerrZwei junge Menschen und die Folgen des Krieges

Anthony Doerr erzählt in seinem Buch "Alles Licht, das wir nicht sehen" zwei Bildungsgeschichten des Zweiten Weltkriegs: Marie-Laure lernt trotz Verlust des Augenlichtes, sich in der Welt zurechtzufinden. Werner hingegen wird in der Hitlerjugend bis zur völligen Verblendung indoktriniert. Das Bindeglied zwischen den beiden - das Radio.

Die Schriftstellerin Anna Seghers 1961 (dpa / picture alliance)

BildgeschichtenComics besser als ihr Ruf?

Während das populäre Erzählen mit Bildgeschichten in Frankreich und den USA als "Neunte Kunst" gefeiert wurde, sprach man hierzulande noch von "Schundliteratur". Nun offenbart uns der Aufbau Verlag die überraschende Tatsache, dass der Erfolg des "Siebten Kreuz" von Anna Seghers maßgeblich einer Bildgeschichte zu verdanken ist.

Der Literaturnobelpreisträger und Drehbuchautor Imre Kertesz bei der Vorstellung des Kinostreifens "Fateless" im Jahr 2005. (picture alliance / dpa / Peer Grimm)

Imre Kertesz: "Letzte Einkehr""Das Leben ist ein Irrtum"

In seinem Tagebuchroman "Letzte Einkehr" beschreibt der ungarische Autor Imre Kertész, der zwei deutsche Konzentrationslager überlebt hat, in schonungsloser Offenheit, wie im Alter und durch eine schwere Krankheit seine Kräfte schwinden – und wie er mit dem näher rückenden Tod ringt.

Eine der letzten Aufnahmen von Adolf Hitler vom 20.03.1945 zeigt ihn bei der Auszeichnung von Mitgliedern der Berliner Hitler-Jugend, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Volkssturmeinheiten zusammengefaßt wurden.  (picture alliance / dpa / Heinrich Hoffmann)

Stationen einer NS-KarriereDie Tante, über die niemand sprach

Nachdem sie im Erbe ihrer Tante ein Bündel Briefe gefunden hatten, begaben sich Susanne und Jan Peter Wiborg auf eine abenteuerliche Recherchereise. Denn die Tante, über die sie bisher kaum etwas wussten, hatte im Nazi-Regime eine steile Karriere hingelegt.

Die Symbole für das männliche und weibliche Geschlecht sind im LWL-Museum für Naturkunde in Münster (Nordrhein-Westfalen) in der Ausstellung "Sex und Evolution" zu sehen. (dpa / picture alliance / Friso Gentsch)

Ralf BöntIdentitätskrise des Mannes

Mit der Schrift "Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann" erregte der studierte Physiker Ralf Bönt Aufsehen. Nun widmet er der von ihm diagnostizierten Krise der Männlichkeit einen ganzen Roman: In "Das kurze Leben des Ray Müller" ist der Geschlechterkampf ein Rückzugsgefecht geworden.

Der Blick auf das Farbband einer Schreibmaschine (imago/Westend61)

Schriftstellerin Maria DąbrowskaEine Kämpferin für die Selbstbestimmung

Die polnische Schriftstellerin Maria Dąbrowska war verehrt als Anwältin der einfachen Leute, später geschätzt als Linke, die sich den Kommunisten verweigerte. Nach ihrem Tod vor 50 Jahren erregte sie Anstoß, als ihre Tagebücher einige lesbische Beziehungen enthüllten. Ihrer Wertschätzung tat das allerdings keinen Abbruch.

(dpa / picture alliance / Erwin Elsner)

Soziologe Armin NassehiWas ist "links" und was ist "rechts"?

Seit der Französischen Revolution wird das politische und soziale Leben in den Kategorien von "rechts" und "links" sortiert. Das ist zu unterkomplex, meint der Soziologie Armin Nassehi in seinem Werk "Die letzte Stunde der Wahrheit". Um die immer unübersichtlichere Gegenwart zu ordnen und zu verändern, brauche es eine kollektiv gesellschaftliche Empathie.

Zwei Jugendliche laufen Hand in Hand durch eine Unterführung (imago/Westend61)

Buch der Woche: Der OrtVerlangen nach Identität in der Pubertät

Im vierten Zyklusroman von Andreas Maier "Der Ort" konfrontiert der Erzähler sich mit einer ihm bisher unbekannten Phase seiner Entwicklung. 1983 wird er 16 Jahre alt und es beginnt die quälende Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Dazu gehört die Zeit der Pubertät, der hilflosen Orientierungssuche und der ersten Liebe.

Rezensionen von A bis Z

Blick in ein Bücherregal einer Bücherei (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)

Von Soazig Aaron bis Leonid Zypkin, von Nick Abadzis bis Joost Zwagerman, von "Abel" bis "Zypern - ein Radioessay" - die folgenden Links führen Sie direkt zur gesuchten Büchermarkt-Sendung, sortiert nach Autoren, Rezensenten oder Büchern.

Andruck

(dpa / picture alliance / Erwin Elsner)

Soziologe Armin NassehiWas ist "links" und was ist "rechts"?

Seit der Französischen Revolution wird das politische und soziale Leben in den Kategorien von "rechts" und "links" sortiert. Das ist zu unterkomplex, meint der Soziologe Armin Nassehi in seinem Werk "Die letzte Stunde der Wahrheit". Um die immer unübersichtlichere Gegenwart zu ordnen und zu verändern, brauche es eine kollektiv gesellschaftliche Empathie.

Bücher für junge Leser

Die Schriftstellerin Anna Seghers 1961 (dpa / picture alliance)

BildgeschichtenComics besser als ihr Ruf?

Während das populäre Erzählen mit Bildgeschichten in Frankreich und den USA als "Neunte Kunst" gefeiert wurde, sprach man hierzulande noch von "Schundliteratur". Nun offenbart uns der Aufbau Verlag die überraschende Tatsache, dass der Erfolg des "Siebten Kreuz" von Anna Seghers maßgeblich einer Bildgeschichte zu verdanken ist.

Büchermarkt

Wohnblocks aus den 60er- und 70er-Jahren im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois (picture-alliance / Robert B. Fishman)

Autorin Saphia Azzeddine Schwindelerregendes Spiel mit den Klischees

Die marokkanisch-französische Autorin Saphia Azzeddine hat als Einwanderin in Frankreich soziale Ausgrenzung, den Kampf gegen Benachteiligung und für einen Platz in der Gesellschaft selbst erlebt. In ihrem Roman "Mein Vater ist Putzfrau" zeigt sie das Leben in den Pariser Vorstadtgettos und den Versuch eines Jungen, dem zu entfliehen.

Lyrix

Der Sturm erreichte bisher Geschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern pro Stunde. (picture alliance / dpa / Travis Heying)

Mai 2015: Zerstörung

Im Mai reist »lyrix« in den hohen Norden und ist zu Gast im Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe. Dort hängt das Gemälde "Zerstörung" von Wenzel Hablik, das euch zusammen mit dem Gedicht "Der übersetzte Brand" von Volker Sielaff als Inspirationsquelle zum Thema Zerstörung dient.

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