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StartseiteCorso"Dem Nobelpreis täte Dylan gut"06.04.2016

Literaturwissenschaftler Heinrich Detering"Dem Nobelpreis täte Dylan gut"

Einst sang er Volks- und Straßenballaden, heute faszinieren ihn Mysterienspiele, wie Shakespeare sie als Kind sah. Bob Dylans Spätwerk zeuge von außergewöhnlicher Songpoesie, meint der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering. Dylan sei ein Sängerdichter par excellence.

Heinrich Detering im Corsogespräch mit Thekla Jahn

Literaturwissenschaftler Heinrich Detering vor einer Matinee zur Erinnerung an Günter Grass in Göttingen  (picture alliance / dpa / Sven Pförtner)
Literaturwissenschaftler Heinrich Detering im Juni 2015 (picture alliance / dpa / Sven Pförtner)
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Wenn sich Plagiatjäger über die Texte von Bob Dylan hermachen, vor allem die seines Spätwerkes, dann werden sie fündig: Die Texte seines Albums "Love and Theft" sind ausnahmslos aus Versatzstücken montiert, die er der amerikanischen Musiktradition und der Weltliteratur entnommen hat – und er kennzeichnet sie nicht. Muss man ihm den Titel eines großen Songwriters aberkennen? Oder steckt hinter seiner Poesie besondere Meisterschaft, die sich nur auf den zweiten Blick eröffnet? Letzteres meint Heinrich Detering. Der Literaturwissenschaftler hat das Spätwerk Dylans analysiert. Im Corsogespräch haben wir mit ihm über sein Ergebnis gesprochen, das in Buchform vorliegt: "Die Stimmen aus der Unterwelt - Bob Dylans Mysterienspiel".

Das Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserem Audio-on-demand-Angebot hören.

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