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LithiumchloridChemikalie soll Bienenfeind aufhalten

Europaeische Honigbienen auf Honigwaben einer Magazinbeute. (imago / blickwinkel)
Europaeische Honigbienen auf Honigwaben einer Magazinbeute. (imago / blickwinkel)

Forscher haben ein Mittel gegen einen gefährlichen Bienenschädling entdeckt.

Die Chemikalie Lithiumchlorid soll es ermöglichen, dass befallene Bienenstöcke mit geringem Aufwand von der Varroamilbe befreit werden. Das teilte die Universität Hohenheim mit. Anders als bisherige Gegenmittel habe Lithiumchlorid keine Nebenwirkungen für Bienen, Imker oder Verbraucher. Auch für eine Ablagerung im Honig gebe es keine Anzeichen.

Die Varroamilbe gilt als einer der gefährlichsten Feinde von Bienen. Sie kann in einem Zeitraum von ein bis drei Jahren ein ganzes Bienenvolk ausrotten.

Lithiumchlorid kommt in der Natur reichlich vor. Die weltweiten Vorräte werden auf mehr als 40 Millionen Tonnen geschätzt. In der Humanmedizin wird es seit der Mitte des 20. Jahrhunderts als Antidepressivum benutzt. Bevor Lithiumchlorid an Bienen angewandt werden kann, sind den Forschern zufolge aber weitere Tests nötig, unter anderem zur genauen Dosierung.

Experten sehen das Bienensterben seit Langem mit großer Besorgnis. Neben den Milben werden auch der vermehrte Einsatz von Insektiziden und Umweltveränderungen als Gründe ausgemacht.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.