Kulturfragen / Archiv /

 

Ludwig Börne-Preis 2012 für Götz Aly

Dankrede anlässlich der Verleihung in der Frankfurter Paulskirche

Der Historiker Götz Aly
Der Historiker Götz Aly (dpa / picture alliance / Karlheinz Schindler)

Der Historiker Götz Aly wurde in der Frankfurter Paulskirche mit dem Börne-Preis geehrt. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird seit 1993 jährlich an deutschsprachige Autoren verliehen, die im Bereich des Essays, der Kritik und der Reportage Hervorragendes geleistet haben.

Als Preisrichter wird jeweils eine Persönlichkeit des kulturellen Lebens ernannt, die allein über den Preisträger befindet. Götz Aly wurde vom Feuilletonchef der ZEIT, Jens Jessen, ausgewählt. Der Historiker beschäftigte sich in seiner Dankrede nicht nur mit dem in Frankfurt geborenen Publizisten Ludwig Börne, sondern auch mit der Grundstruktur des deutschen Antisemitismus, die Aly in seinem jüngsten Buch "Warum die Deutschen? Warum die Juden?" untersucht hat.

Hören Sie Götz Alys Rede in einer leicht gekürzten Fassung.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kulturfragen

Protest in der KunstweltAusverkauf der öffentlichen Kunstsammlungen?

Die Andy Warhol Kunstwerke (l-r) "Triple Elvis" (1963) und "Four Marlon" (1966). Die Westdeutschen Spielbanken wollen in New York zwei ihrer wichtigsten Bilder versteigern lassen und erhoffen sich dafür 100 Millionen Euro.

Der Verkauf von zwei bedeutenden frühen Andy-Warhol-Gemälden durch das Land Nordrhein-Westfalen hat zu massiven Protesten aus der Kunstwelt geführt. Dabei wurde auch die Frage nach der Verantwortung der öffentlichen Hand für den Kunstbesitz aufgeworfen. Der Direktor des Kunstmuseums Bonn Stephan Berg zählt zu den Kritikern des Verkaufs.

Amos Oz"Ich finde nachts in Deutschland keinen Schlaf"

Amos Oz bei der Preisverleihung in Hamburg

Der israelische Schriftsteller Amos Oz hatte sich geschworen, niemals deutschen Boden zu betreten - doch die deutsche Nachkriegsliteratur weckte seine Neugier. Im DLF erklärt der erste Siegfried-Lenz-Preisträger, warum er glaubt, dass die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland nie normal sein können.

Monika Grütters Schiller-Rede in Marbach"Über die Versöhnung des Ästhetischen mit dem Politischen"

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU)

Monika Grütters, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, hat in der zurückliegenden Woche die diesjährige Schillerrede am Deutschen Literaturarchiv Marbach gehalten. Wir dokumentieren sie in leicht gekürzter Fassung.