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StartseiteLyrix»lyrix« im März04.04.2008

»lyrix« im März

Die Gewinner der dritten »lyrix«-Runde stehen fest: Fünf kontrastreiche Gedichte zu "Licht und Schatten".

Lyrix-Logo (dradio.de)
Lyrix-Logo (dradio.de)

"Licht und Schatten" lautete das »lyrix«-Leitmotiv im März. Gegensätze solltet ihr in euren Texten beschreiben. Die Gedichte der fünf Monatsgewinner geben einen Eindruck von der Ideenvielfalt, die unsere Jury im März erreicht hat!

Wir freuen uns, dass eure Einsendungen auch im dritten Monat so zahlreich und kreativ waren. Viel Spaß und Erfolg wünschen wir allen Teilnehmern mit unserem Leitmotiv im April: Ist es Liebe?

Die fünf Verfasserinnen der Monatsgedichte im März erhalten in den nächsten Tagen Post von uns!

licht und schatten

schwarz ist böse
gut ist weiß
pauper arm und
dives reich

grenzen zieht man
grabengleich

dives arm und
pauper reich
schwarz wird gut
und böse weiß

grenzen gibts nicht
rabenweiß

gut ist böse
schwarz ist weiß
weiß befleckt und
schwarz gebleicht

komm mein licht spend schatten


(Raya Gallas aus Reutlingen, Friedrich-List-Gymnasium, Jahrgangsstufe 12, Muttersprache Deutsch)


Licht und Schatten

Warm ist die Liebe,
so wie dein Herz,
kalt ist der Winter,
noch kälter der Schmerz.

Groß ist die Hoffnung
auf einen Kuss,
klein ist der Mut,
den man dafür haben muss.

Hart sind die Zeiten
ohne Mut,
weich ist der Augenblick,
wenn man es trotzdem tut.


(Hannah Honsel aus Ahlen, St. Michael-Gymnasium, Klasse 5, Muttersprache Deutsch)


licht und schatten

im
licht
sonnen sich die
minuten voll
von dir

sie klingen
in meiner
seele lieblich
wie dein lachen

im
schatten
liegen die leeren
stunden

sie schreien
mich grell an
verlangend
nach dir

meine sehnsucht
verbrennt
unvorstellbar heiß
an sich selbst

meine geschriebenen
worte verstauben
kalt an der
zeit.


(Lisa-Marie Kuich aus Schnaittach, Christoph-Jacob-Treu Gymnasium Lauf a. d. Pegnitz, Jahrgangsstufe 11, Muttersprache Deutsch)


Unten und oben
Fallen zusammen,
sagst du
dein Lächeln erahne
ich nur im Türspalt
als die Hand nicht mehr
zum Lichtschalter reicht
das Uhrticken zum Grunzen wird
und die Zeilen
schon in die Nachtflut
davon flattern -


(Katharina Mevissen aus Monschau, Inda-Gymnasium Aachen, Jahrgangsstufe 11, Muttersprache Deutsch)


Ich fliege höher,
falle tiefer.
Denk an alles
und begreife nichts.

Ich laufe schneller,
bleibe stehn.
Ich bin nicht blind,
kann nur nichts sehn.

Ich atme
und ersticke,
ich trinke,
ich verdurste.

Und am Ende find ich mich,
ich find mich nicht,
ich find mich überall
und find mich doch nicht wieder.


(Sarah Nebel aus Otterfing, Gabriel von Seidl Gymnasium, Jahrgangsstufe 11, Muttersprache Deutsch)

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